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BAAR: Hapimag-Aktionäre auf Konfrontationskurs mit Verwaltungsrat

Aktionäre des Feriendienstleisters Hapimag gehen auf Konfrontationskurs mit dem Verwaltungsrat. Derweil verteidigt der CEO den schleppenden Aktienrückkauf.
Maurizio Minetti
Das Hapimag-Ferienresort in Flims: Hinter der Fassade schwelt seit langem ein Konflikt zwischen Aktionären und Führung. (Bild: PD)

Das Hapimag-Ferienresort in Flims: Hinter der Fassade schwelt seit langem ein Konflikt zwischen Aktionären und Führung. (Bild: PD)

Maurizio Minetti

Der Baarer Betreiber von Ferienwohnungen Hapimag steht erneut vor einer turbulenten Generalversammlung. Die kritische Aktionärsvereinigung Hapimag Ferienclub für Aktionäre (HFA) fordert eine Sonderprüfung, wie die «Sonntagszeitung» berichtete und ein Sprecher der Vereinigung gestern bestätigte. Die Abstimmung über die Sonderprüfung findet an der Generalversammlung vom 25. April in der Baarer Waldmannhalle statt.

Bei einer Sonderprüfung klärt eine unabhängige Revisionsgesellschaft die strittigen Fragen für die Aktionäre. Käme bei der Untersuchung heraus, dass das Unternehmen nicht im Interesse der Aktionäre gewirtschaftet hat, kann eine Verantwortlichkeitsklage gegen den Verwaltungsrat oder die Revisionsgesellschaft KPMG erhoben werden.

Zurück in die Gewinnzone

Hintergrund ist ein seit Jahren schwelender Konflikt zwischen der Aktionärsgruppe und der Führung von Hapimag. «Wir haben den Verwaltungsrat mehrfach um Antwort zu diversen Themen gebeten, doch entscheidende Fragen wurden nicht plausibel beantwortet», sagt Aktionärsvertreter Hans-Jacob Heitz, der vom HFA beauftragt wurde, die Sonderprüfung in die Wege zu leiten.

Damit der Plan der Aktionärsvereinigung gelingt, sind mehr als die Hälfte der an der Generalversammlung vertretenen Stimmen nötig. In diesem Fall kann die Sonderprüfung bei einem Richter beantragt werden. Wird das absolute Mehr jedoch nicht erreicht, muss hinter dem Antrag ein Nominalkapital von 2 Millionen Franken stehen, erklärte gestern HFA-Sprecher Frank Dorner. Die Vereinigung kommt allerdings lediglich auf 1,7 Millionen.

Hapimag-Verwaltungsratspräsident Giatgen Peder Fontana hält es für möglich, dass sich die Aktionäre mit dem Antrag durchsetzen können, wie er der «Sonntagszeitung» sagte. Hassan Kadbi, der Hapimag seit Ende 2016 als CEO führt, sagte gestern auf Anfrage unserer Zeitung, er hoffe, dass möglichst viele Aktio­näre im Vorfeld abstimmen werden, denn die Mehrheit der Aktionäre unterstütze den Verwaltungsrat bei seiner Strategie, das Unternehmen zu modernisieren. «Die Sonderprüfung ist kostenintensiv und unnötig. Wir tauschen uns regelmässig mit den verschiedenen Aktionärsvereinigungen aus», sagte Kadbi.

Schon letztes Jahr hatte der HFA an der Generalversammlung mit einer Sonderprüfung gedroht. Es blieb bei der Drohung. Die Situation hat sich seitdem in den Augen der unzufriedenen Aktionäre aber weiter verschärft.

Einerseits ärgern sie sich darüber, dass Hapimag die Resorts Kanzelhöhe in Österreich und Chamonix in Frankreich zu günstig verkauft hat – der Käufer verkaufte sie später zu einem wesentlich höheren Preis. Weiter macht den Aktionären Sorgen, dass das Eigenkapital innerhalb von zehn Jahren um rund einen Drittel geschrumpft ist. «Wir wollen nur das Beste für Hapimag, aber wir befürchten, dass die Führung Verluste verschleiert», sagt HFA-Sprecher Dorner.

Die Firmengruppe, die in Euro rapportiert, wies 2016 einen Gewinn von knapp einer Million Franken aus. Hingegen schreibt die Muttergesellschaft seit Jahren Verluste. 2016 war es ein Minus von 17,3 Millionen Franken. Das Unternehmen hat die Diskrepanz stets mit Wechselkurseffekten erklärt. Für 2017 stellt Hapimag aber wieder Gewinne in Aussicht.

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