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BAAR: Sika-Erben wollen neuen Vertrag mit Saint-Gobain

Im Streit um den Zuger Bauchemie-Konzern Sika will die Erbenfamilie offenbar einen neuen Vertrag mit dem französischen Konkurrenten Saint-Gobain aushandeln. Das sagte der Anwalt der Familie Burkard dem «Tages-Anzeiger».
Impression aus der Baarer Waldmannhalle während der Sika-Generalversammlung. (Bild: Stefan Kaiser)

Impression aus der Baarer Waldmannhalle während der Sika-Generalversammlung. (Bild: Stefan Kaiser)

Die Familie Burkard hält mit ihrer Schenker-Winkler-Holding (SWH) die Stimmrechtsmehrheit an Sika und will diese an den französischen Konkurrenten Saint-Gobain verkaufen. Dagegen wehren sich die Sika-Führung und Minderheitsaktionäre.

Zu Beginn entsprach das ­Angebot von Saint-Gobain einer Prämie von gut 80 Prozent zum damaligen Aktienkurs. Nun ist der Aktienkurs von Sika aber gestiegen und liegt fast 20 Prozent über dem Angebot. «Wir werden mit Saint-Gobain neu verhandeln und die Konditionen anpassen», wird Urs Schenker, der ­Anwalt der Erbenfamilie, im «Tages-Anzeiger» zitiert.

Einigung ist nicht absehbar

Ende 2018 läuft der aktuelle Vertrag zwischen der Familie und Saint-Gobain aus. Das Tauziehen um das Unternehmen dauert ­bereits seit Dezember 2014 an. Momentan warten die beiden Parteien auf einen Entscheid des Zuger Obergerichts zum Fall. Dieser dürfte in Kürze fallen. Danach kann der Fall noch an das Bundesgericht weitergezogen werden – es ist allerdings unsicher, ob dieses noch vor Ende Jahr entscheidet. Wenn Saint-Gobain und die Gründerfamilie ihren Vertrag verlängern, kommen sie somit nicht unter Zeitdruck. Anwalt Schenker geht davon aus, dass die Neuverhandlung des Vertrags noch 2018 abgeschlossen wird.

Im Januar hatte Sika-CEO Paul Schuler in einem Interview mit der Zeitung «Finanz und Wirtschaft» noch darauf gehofft, dass der gestiegene Aktienkurs zu einer Einigung führen könnte. Der Verwaltungsrat habe eine ­Offerte für den Kauf der Stimmrechtsmehrheit der Burkard-Familie bereit. Nach den Aussagen von Anwalt Schenker scheint eine Einigung aber wieder weit ­entfernt. «Saint-Gobain will die Schenker-Winkler-Holding immer noch kaufen, die Familie hält Saint-Gobain immer noch für den richtigen Käufer», sagte Schenker der «Aargauer Zeitung».

«Der Verkauf wäre immer noch gleich unsinnig wie vor drei Jahren», kommentierte ein Sika-Sprecher gestern gegenüber der Finanznachrichtenagentur AWP. Und fügt an: «Eine Vertrags­verlängerung wäre eine weitere Trotzreaktion der SWH.»

sda

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