BAAR: Sika-Streit: Familie Burkard hält an Verkauf fest

Saint-Gobain und die Familie Burkard verlängern die Dauer ihrer Vereinbarung über den Verkauf der Aktien der Schenker-Winkler Holding (SWH). Die SHW hält die Stimmrechtsmehrheit an Sika.

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Urs Burkard an der Sika-Generalversmmlung im April 2015 in Baar. (Bild: Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Urs Burkard an der Sika-Generalversmmlung im April 2015 in Baar. (Bild: Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Saint-Gobain und die Familie Burkard haben beschlossen, die Vereinbarung betreffend des Verkaufs der Aktien der Schenker-Winkler Holding (SWH) zu ändern und deren Dauer bis zum 30. Juni 2017 zu verlängern. Zudem hat Saint-Gobain das Recht, die Vereinbarung bis zum 31. Dezember 2018 zu verlängern, heisst es in einer Medienmitteilung der Familie Burkard vom Samstag. SWH hält die Stimmrechtsmehrheit an Sika.

Urs Burkard, Vertreter der Gründerfamilie: «Die Familie erachtet Saint-Gobain als den besten Garanten, um das Wachstum von Sika weiter zu beschleunigen und damit die langfristige Zukunft von Sika sicherzustellen.» Es sei keine Alternative zu dieser Transaktion geprüft worden, dies werde auch in Zukunft nicht getan.

Pierre-André de Chalendar, Präsident des Verwaltungsrats und CEO von Saint-Gobain: «Die Anpassung der Vereinbarung deckt den maximalen Zeitraum der rechtlichen Auseinandersetzung ab, damit SWH ihre Eigentumsrechte vollumfänglich wiedererlangen kann. Wir sind uns der Ungewissheit und des Drucks sehr wohl bewusst, der in dieser komplexen Zeit auf den Mitarbeitenden von Sika lastet.»

Saint-Gobain hatte im Dezember 2014 angekündigt, das Aktienpaket der Sika-Gründerfamilie Burkard für 2,75 Milliarden Franken zu kaufen. Die Familie Burkard hat zwar nur einen Kapitalanteil von 16 Prozent, aber einen Stimmenanteil von 52 Prozent. Mit diesem Anteil könnte Saint-Gobain den Verwaltungsrat mit eigenen Vertretern besetzen und so mit einem vergleichsweise geringen Kapitaleinsatz die Kontrolle über Sika übernehmen. Während die Burkards einen Aufschlag von 80 Prozent zum damaligen Aktienkurs erhalten, sollen die übrigen Aktionäre leer ausgehen.

pd/zim/sda