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BAAR: Wegen Buch - Glencore droht mit Klage

Der Titel eines geplanten Sachbuchs über Glencore Xstrata hat den Rohstoffkonzern sehr verärgert. Mit einer Klageandrohung erzwingt er eine Änderung.
Ernst Meier
Der Hauptsitz der Firma Glencore in Baar. (Bild: Keystone)

Der Hauptsitz der Firma Glencore in Baar. (Bild: Keystone)

Im Zusammenhang mit einer geplanten Buchveröffentlichung fährt der Rohstoffkonzern Glencore Xstrata harte Geschütze gegen seine Kritiker auf. Unter Androhung einer Klage hat das Unternehmen erzwungen, dass die Menschenrechtsorganisation Multi-Watch den Titel eines Sachbuchs über Glencore Xstrata abändert. Das Buch sollte ursprünglich unter dem Titel «Drecksgeschäfte - Milliarden mit Rohstoffen» erscheinen.

Kritiker reagieren bestürzt

Bei Multi-Watch ist man bestürzt über die entschiedene Reaktion des Rohstoffkonzerns. «Die Drohung steht in krassem Gegensatz zu den Aussagen, dass man den Dialog mit Kritikern suche, kritisiert Yvonne Zimmermann, Vorstandsmitglied von Multi-Watch. Wie man aus dem Umfeld von Glencore Xstrata erfährt, soll CEO Ivan Glasenberg sehr verärgert sein.

Charmeoffensive im Säuliamt

Die Kontroverse um das Buch kommt für den Rohstoffkonzern zur Unzeit, sucht er doch aktuell im Zürcher Säuliamt den Dialog mit seinen Kritikern. Kommende Woche will Glencore Xstrata in Affoltern am Albis an einem Informationsabend aufzeigen, wie man in den Abbauländern den Umweltvorschriften und sozialen Anliegen Rechnung trage. Die Vertreter der Säuliamter Solidaritätsaktion als auch Nicht-Regierungsorganisationen verweigern aber offenbar bisher ihre Teilnahme.

Im Zürcher Säuliamt hat der Geldsegen der Glencore-Spitze im Zuge des Börsengangs in der jüngeren Vergangenheit für viele Schlagzeilen gesorgt. Weil die Kantone Zug und Zürich ausserordentlich stark davon profitierten, entstanden im Säuliamt Solidaritätsbewegungen. Sie kritisieren, dass der Konzern beim Rohstoffabbau soziale und ökologische Standards missachte. Sie fordern deshalb, dass ein Teil der Steuern an Hilfswerke gespendet werden. In den Gemeinden Affoltern, Hausen, Mettmenstetten, Obfelden und Hedingen setzte sich das Volksbegehren durch.

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