Baggermeissel bohrt die ersten Löcher

Die AEW Energie AG bekennt sich mit Millioneninvestitionen erneut zum Standort Rheinfelden. Die Erweiterung ihres Regionalcenters lässt sich die AEW Energie AG rund 4,8 Millionen Franken kosten. Der Abbruchbagger bohrte gestern Vormittag erste Löcher in die Wand eines maroden Gebäudeteils.

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AEW Rheinfelden

AEW Rheinfelden

Peter Rombach

Lässt sich das Projekt problemlos ausführen, könnte es bereits im Frühjahr 2010 bezugsbereit sein. Conrad Munz, Leiter Geschäftsbereich Finanzen bei der AEW, erläuterte die Unternehmensstrategie, Eigentümerin aller technischen Liegenschaften zu sein. Für Planung, Bau und Betrieb der Stromnetze sei ein regionaler Stützpunkt wie in Rheinfelden unabdingbar. Die Grundkonzeption stamme noch aus dem Jahre 1951, sei aber mehrfach aktualisiert worden, so Munz.

«Die Anforderungen an das Regionalcenter sind aufgrund der Ausweitung des Dienstleistungs- und Wärmebereichs weiter gestiegen», lenkte er die Aufmerksamkeit in die Gegenwart. Nach Fertigstellung des neuen Unterwerks im vergangenen Jahr sei auch unter langfristigen Aspekten eine Analyse der betrieblichen Bedürfnisse erfolgt, um das Areal nahe der Kohlplatzkreuzung optimal nutzen zu können. Das Ergebnis liegt vor: Mit dem symbolischen Baggerstoss gegen eine Wand des alten Unterwerks begannen gestern offiziell die Abbrucharbeiten. Auch Stadtammann Franco Mazzi und sein Bauverwalter Franz Resnig verfolgten das Geschehen aufmerksam, bewerten sie doch die neuerlichen Investitionen der AEW als Bekenntnis zum Standort Rheinfelden.

Geplant sind eine neue, grössere Fahrzeughalle einschliesslich Waschbox sowie eine Bereitstellungshalle für die Arbeitsvorbereitung. Das bestehende Büro- und Werkstattgebäude erhält ein zusätzliches Geschoss.
Durch die Neubauten würden die betrieblichen Abläufe verbessert, die neu gewonnenen Platzverhältnisse erlaubten eine «optimale Erschliessung der Betriebseinheiten», stellte Architekt Ernst Hess fest und beschrieb vor geladenen Gästen die bauliche Situation auf dem Areal: «Das neue Transformatorengebäude und die Einstellhalle bilden zusammen eine Klammer um das viergeschossige Hauptgebäude, welches ein eigenständiges Gesicht erhält.»

Eigene Stromproduktion

Im Übrigen hob der Architekt hervor, dass angedacht sei, das leicht geneigte Pultdach zu begrünen und mit einer Photovoltaik-Anlage zu bestücken. «Sie wird einen mittleren Energieertrag von jährlich 17 000 Kilowattstunden erbringen, was etwa dem Stromverbrauch von fünf Haushalten entspricht», rechnete Hess vor. Die Investitionskosten hierfür beliefen sich auf brutto 215 000 Franken.
Bei der Beheizung des Regionalcenters geht die AEW ebenfalls umwelfreundliche Wege. Sie schliesst an den benachbarten Wärmeverbund Engerfeld an, wo eine Holzschnitzelanlage in Betrieb ist. Laut Architekt Hess erfüllt die Aufstockung die Anforderungen an den Minergie-Standard.