Bald gibts Produkte «us äm Seetal»

Mit der Eröffnung des Verkehrsbüros in Lenzburg hat der Verein Seetaltourismus einen «Schritt nach vorn» gemacht. Mit Ideen will man weiter expandieren. Geplant ist unter anderem das Produkte-Label «us äm Seetal».

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Label «us äm Seetal»

Label «us äm Seetal»

Aargauer Zeitung

Fritz Thut

Die Jahresberichte und die Tätigkeitsprogramme des Vereins Seetaltourismus, der seine 13. Generalversammlung im Saal von Schloss Heidegg abhielt, zeigen, dass die einst schläfrige Organisation in den letzten Jahren massiv an Tempo zugelegt hat.

Dies ist auch Co-Präsident René Bossard (Schafisheim) aufgefallen, der im schriftlichen Jahresbericht einleitend festhielt: «Erstmals konnte Seetaltourismus im abgelaufenen Jahr aktiv und professionell auftreten.» Dazu beigetragen hat das Verkehrsbüro in Lenzburg und die Lancierung eines Projektes mit Geldern aus der Neuen Regionalpolitik des Bundes (NRP).

Neue Mitglieder gewonnen

Seetaltourismus hat nicht nur an Durchschlagskraft, sondern auch an neuen Mitgliedern gewonnen. 80 werden aktuell gezählt; zahlreiche davon liessen sich an der GV vom Vorstand aus erster Hand über Neuigkeiten informieren.

Gemäss Bossard geht es nun darum, «den Pfad der Professionalisierung weiterzugehen»; die gegenwärtige Aufbruchphase soll «kein Strohfeuer» sein und der Nachhaltigkeit Platz machen. Dies ist auch vonnöten, denn nach 2011 läuft das NRP-Projekt und damit ein wichtiger Geldfluss aus.

Gästekarte und Abgabe

Dank Fabienne Vollenweider, seit Februar dieses Jahres Geschäftsstellenleiterin von Seetaltourismus, wurden im ablaufenden Jahr viele Projekte umgesetzt oder angeschoben, die in nächster Zeit fortgeführt werden sollen. Auf dem Tätigkeitsprogramm 2010 figuriert beispielsweise die Einführung einer Gästekarte, mit der Besucher beispielsweise in den Schlössern Gratiseintritt geniessen oder bei andern Dienstleistern Rabatte bekommen.

Laufend sollen weitere Pauschalangebote angeboten werden, wie dies etwa sehr erfolgreich für die Schloss-Hallwyl-Oper in diesem Sommer passierte. Von den Übernachtungsanbietern erwartet Seetaltourismus im Gegenzug schon bald eine Beherbergungsabgabe. Doch da muss, räumt Bossard ein, «noch viel Überzeugungsarbeit geleistet werden».

Label für Seetaler Produkte

Im nächsten Jahr will der Tourismusverein Seetaler Produkte mit einem eigenen Label auf den Markt bringen. Die GV-Teilnehmer kamen vorab in den Genuss von «Wy us äm Seetal»; je ein Riesling-Sylvaner und ein Blauburgunder aus dem Weingut Heidegg. Den feinen Tropfen sollen weitere Lebensmittel, etwa Eier oder ein spezielles Brot, folgen.