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BANKEN: Valiant gleist Wechsel an Spitze auf

Jürg Bucher hört in zwei Jahren als Verwaltungsratspräsident auf. Als Nachfolger ist der heutige CEO Markus Gygax vorgesehen. Die Bank weitet nächstes Jahr ihr Marktgebiet in die Ostschweiz aus.
Rainer Rickenbach
Jürg Bucher, VR-Präsident der Valiant (links), und sein Nachfolger, der heutige CEO Markus Gygax. (Bild: Peter Klaunzer/Keystone (Bern, 5. März 2014))

Jürg Bucher, VR-Präsident der Valiant (links), und sein Nachfolger, der heutige CEO Markus Gygax. (Bild: Peter Klaunzer/Keystone (Bern, 5. März 2014))

Rainer Rickenbach

Eigentlich ist Jürg Buchers Zeit als Verwaltungsratspräsident bei Valiant abgelaufen. Denn die Retail- und KMU-Bank kennt für Verwaltungsräte die Altersobergrenze von 70 Jahren, und Bucher feierte im vergangenen Jahr seinen 70. Geburtstag. «Wir wollen aber, dass die Geschäftsleitung die Strategie Valiant 2020 in ihrer heutigen Zusammensetzung zu Ende umsetzt. Darum geht der Übergang an der Spitze des Verwaltungsrates von mir zu Markus Gygax, dem heutigen Vorsitzenden der Geschäftsleitung, erst in zwei Jahren über die Bühne», ­erklärte Bucher am Mittwoch an der ­Bilanzmedienkonferenz.

Gygaxs (56) Wechsel vom Tagesgeschäft ins strategische Gremium ist in Etappen geplant: Er stösst im kommenden Jahr als einfaches Mitglied zum Verwaltungsrat. Ein Jahr später soll er das Präsidium übernehmen. Bis dann bleibt Bucher Präsident. Noch in diesem Jahr macht sich der Verwaltungsrat auf die Suche nach einem neuen CEO und Nachfolger von Gygax. Der Neue wird frühestens im Mai des nächsten Jahres seinen Job antreten. Die Generalversammlung hat das letzte Wort zur gestaffelten Wachablösung. Diese sei von der Finanzaufsichtsbehörde Finma abgesegnet und befinde sich im Einklang mit einer guten Unternehmensführung und den Interessen der Bank, sagte Bucher am Mittwoch.

Ausbau in der Westschweiz geht weiter

Was die Strategie angeht, so kommt Valiant voran. So setzt sie ihre Expansion in der Westschweiz fort. In Vevey und Nyon eröffnen dieses Jahr neue Filialen und in Freiburg wie auch in Zug neue Standorte für die Betreuung von KMU-Kunden. Als Nächstes wendet sich die Regionalbankengruppe mit ihren Wurzeln in Bern, Luzern, Baselland und ­Solothurn der Nord- und Ostschweiz zu. Dort sind weitere Niederlassungen mit dem violetten Logo geplant. Ob Valiant bei der Expansion auch auf Übernahmen zurückgreift, liess CEO Gygax am Mittwoch offen. «Wenn sich Gelegenheiten ergeben, prüfen wir sie natürlich. Doch im Moment sehen wir keine. Auch die kleinen Banken sind dank der ­guten wirtschaftlichen Lage gut unterwegs. Für die meisten von ihnen besteht zurzeit kein Anlass, in einer grösseren Bank aufzugehen.» Die letzte Übernahme datiert aus dem vergangenen Jahr, damals stiess die Triba in Triengen zu Valiant. Die Fusion wird Mitte Jahr abgeschlossen sein. «Mit ihr gelang es uns, die Präsenz in der Zentralschweiz auszubauen», so Gygax. Valiant war freilich schon vorher über eine Kapitalbeteiligung mit Triba eng verbunden.

Die Kriegskasse für weitere Zukäufe füllte sich im vergangenen Jahr bei Valiant weiter. Der Reingewinn legte im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 Prozent auf 119,2 Millionen Franken zu. Davon profitieren die Aktionäre, die Dividende steigt um 20 Rappen auf 4 Franken pro Aktie. Im Zinsengeschäft, dem wichtigsten Geschäftsbereich, konnte die Bank den Bruttoertrag vor allem dank der Triba-Übernahme um 2 Prozent auf 296,2 Millionen Franken steigern. Im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft legte Valiant um 4,6 Prozent und im Handelsgeschäft um 3,2 Prozent zu (siehe Tabelle). Die Eigenkapitalquote stieg auf 17,2 Prozent. Im Übrigen profitierte die Bank von der Auflösung eines RBA-Hilfsfonds. Der RBA-Gruppe sind 36 Schweizer Regionalbanken angeschlossen.

Wegen der Investitionen in das Filialnetz sowie in die Integration von Triba fielen allerdings auch mehr Kosten an.

Zur Strategie zählt der Ausbau der Beratung, Valiant stellt pro Jahr 20 neue Kundenberater an. Gleichzeitig braucht es weniger Leute an den Schaltern, wo die Kunden mehr und mehr mit Bankautomaten vorliebnehmen müssen. «Wir wissen, wir ernten dafür nicht nur Jubelschreie. Doch die Beratung ist in allen ­Geschäftsstellen gewährleistet», sagte Gygax.

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