BANKGEHEIMNIS: 47 Prozent würden Bankgeheimnis opfern

Beinahe die Hälfte der Schweizer Bevölkerung ist bereit, das Bankgeheimnis für eine erleichterte Steuererklärung aufzugeben. Zugleich gaben vier Prozent der Schweizer zu, schon einmal Steuern hinterzogen zu haben.

Chg
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Laut einer Umfrage von «ECO» wäre fast jeder Zweite bereit, das Bankgeheimnis aufzugeben, damit das Ausfüllen der Steuererklärung erleichtert würde. (Symbolbild) (Bild: Archiv Keystone)

Laut einer Umfrage von «ECO» wäre fast jeder Zweite bereit, das Bankgeheimnis aufzugeben, damit das Ausfüllen der Steuererklärung erleichtert würde. (Symbolbild) (Bild: Archiv Keystone)

Insgesamt 19 Prozent befürworten die direkte Datenlieferung vollumfänglich, davon 28 Prozent mehrheitlich. Somit sprechen sich 47 Prozent der Schweizer dafür aus, das Bankgeheimnis für eine erleichterte Steuererklärung zu opfern. Dies geht aus einer Umfrage des Wirtschaftsmagazins «ECO» hervor.

Scharfe Kritik der Bürgerlichen

Vor einem Monat schlug BDP-Präsident Martin Landolt vor, dass Banken die für die Steuererklärung relevanten Daten ihrer Kunden direkt an die Steuerverwaltung schicken sollen. Dies würde eine Erleichterung für das Ausfüllen der Steuererklärung bedeuten. Für diesen Vorschlag erntete Landolt – besonders aus dem bürgerlichen Lager – scharfe Kritik. Ebenfalls gegen Landolts Vorschlag stellen sich laut der Umfrage 43 Prozent der Befragten. Rund 10 Prozent machten dazu keine Angaben.

Weiter gaben laut der Umfrage von «ECO» vier Prozent der Schweizer zu, schon einmal Teile ihres Vermögens oder ihres Einkommens nicht in der Steuererklärung deklariert zu haben. 91 Prozent haben laut eigenen Angaben noch nie Steuern hinterzogen – fünf Prozent wissen es nicht oder machten keine Angaben.