BASEL: Aktionäre stimmen allen Anträgen zu

Die Grossbank UBS stellt steigende Dividenden in Aussicht. An der gestrigen Generalversammlung gab es trotzdem Kritik. Derweil legt auch die CS einen US-Hypothekenstreit bei.

die Generalversammlung der Grossbank UBS Hat Gestern Sämtlichen Anträgen Des Verwaltungsrates Zugestimmt. Trotz Mehreren Kritischen Voten Wurden Auch Alle Vergütungsanträge Angenommen. Unter Anderem D
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Aktionäre vor der UBS-Generalversammlung. (Bild: Georgios Kefalas/Keystone (Basel, 4. Mai 2017))

Aktionäre vor der UBS-Generalversammlung. (Bild: Georgios Kefalas/Keystone (Basel, 4. Mai 2017))

Die Generalversammlung der Grossbank UBS hat gestern sämtlichen Anträgen des Verwaltungsrates zugestimmt. Trotz mehreren kritischen Voten wurden auch alle Vergütungsanträge angenommen. Unter anderem die Aktionärsvertretungsorganisation Actares empfahl die Ablehnung der Vergütungsanträge, weil diese den Geschäftsverlauf zu wenig widerspiegelten. Die Generalversammlung in Basel folgte trotzdem den Anträgen des Verwaltungsrats. Sie nahm den Vergütungsbericht 2016 mit einer Mehrheit von 88 Prozent der Aktionärsstimmen an.Der Gesamtbetrag für die variable Vergütung für die Konzernleitung für das Jahr 2016 erreichte einen Ja-Stimmen-Anteil von 89 Prozent. Die maximalen Gesamtbeträge für die fixe Vergütung für die Konzernleitung für das Jahr 2018 und der Vergütung des Verwaltungsrates für das laufende Jahr erzielten Zustimmungen von 91 respektive 89 Prozent.

Die Generalversammlung bestätigte auch sämtliche verbleibenden Verwaltungsräte und wählte Julie Richardson als neues Mitglied in das Leitungsgremium der Bank. Richardson war von 2003 bis 2012 Partnerin und Leiterin der New Yorker Niederlassung von Providence Equity Partners, einer globalen Private-Equity-Gesellschaft.

Geringes Engagement für Klimaschutz

Zu Beginn der Generalversammlung stellte die Grossbank den Aktionären steigende Dividenden in Aussicht. «Wenn die Rechts- und regulatorischen Kosten zunehmend wegfallen, sollten wir in der Lage sein, noch mehr Kapital an Sie als Aktionäre zurückzugeben – sei es in Form von Dividenden oder Aktienrückkäufen», sagte UBS-Chef Sergio Ermotti. Für das vergangene Jahr hat die Generalversammlung der Ausschüttung einer Dividende von 60 Rappen pro Aktie zugestimmt.

Neben den Vergütungen kritisierten mehrere Aktionäre die Grossbank für das in ihren Augen zu geringe Engagement der Bank für den Klimaschutz. So finanziere die UBS nach wie vor Kohlekraftwerke, die Förderung von ­Ölsand und das umstrittene ­Fracking. Verwaltungsratspräsident Axel Weber wies darauf hin, dass die UBS das Engagement in diesen Bereichen zurückgefahren habe und an neue Projekte hohe Anforderungen stelle. (sda)