BASEL: Uefa pfeift Privatradios zurück

Kurz vor Beginn des Spiels der Nationalmannschaft in Basel wurden lokale TV- und Radio-Sender ausgeladen. Die Gründe bleiben offen.

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Privatradio durften nicht aus dem St. Jakobs-Park in Basel berichten. Im Bild: Singen der Nationalhymne. (Bild: Keystone)

Privatradio durften nicht aus dem St. Jakobs-Park in Basel berichten. Im Bild: Singen der Nationalhymne. (Bild: Keystone)

bm. Am Montagmittag war die Überraschung gross für den Sportchef von Radio Pilatus, Sämi Deubelbeiss (31). «Wir wollten eigentlich live vom Fussballspiel der Nationalmannschaft berichten, doch dann kam die Nachricht von der Uefa», sagte Deubelbeiss. Privatradios wie Pilatus durften nicht vom Qualifikationsspiel der Schweizer Nationalmannschaft gegen England berichten. Nur das SRF war zugelassen. «Eine unverständliche Nachricht neun Stunden vor dem Kick-off», sagte Deubelbeiss. Immerhin waren die Radiomacher bereits im Basler St.-Jakob-Park akkreditiert. Kurzerhand mussten die Luzerner ihre Reise abblasen. «Wir dürfen zwar noch berichten, aber nur aus unserem Büro heraus», erzählt Deubelbeiss. Auch das Radio Central war vom Entscheid betroffen. «Ich bedaure, dass der erste Spieltag der Schweizer Nationalmannschaft nach der Weltmeisterschaft nicht mit besseren Nachrichten beginnt», sagte der Sprecher des Schweizerischen Fussballverbandes, Marco von Ah. In einem Meeting zwischen dem Schweizerischen Fussballverband und der Uefa sei am gestrigen Morgen der Entscheid gefallen, dass die Schweizer Lokalradio- und -fernsehstationen keine Rechte für Live-Übertragungen oder -Einschaltungen aus dem St.-Jakob-Park bekommen sollten. Über die Gründe dafür wurde nichts bekannt.

Verband macht Angebot

«Der Schweizerische Fussballverband bemüht sich, den Privatsendern andere Angebote zu ermöglichen», sagte von Ah weiter. Er stellte zum Beispiel in Aussicht, dass private Sender ab November 2014 beim Qualifikationsspiel Schweiz gegen Litauen wieder Live-, Ton- und/oder Bildmaterial von der EM-Qualifikation der Schweizer Nationalmannschaft produzieren und senden können.

Die Schweizer Spieler verlassen nach der Niederlage enttäuscht das Spielfeld. (Bild: Keystone/Peter Klaunzer)
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Enttäuschung bei dem  Schweizer Spielern nach der Niederlage (Bild: ENNIO LEANZA)
Xherdan Shaqiri verlässt nach der Niederlage enttäuscht das Spielfeld. (Bild: Keystone/Peter Klaunzer)
Stephan Lichtsteiner reklamiert beim vierten Unparteiischen Baris Simsek. (Bild: Keystone/Ennio Leanza)
Der Engländer Danny Welbeck erzielt das 1:0. (Bild: Keystone/Peter Klaunzer)
Danny Welbeck freut sich über sein 1:0. (Bild: Keystone/Peter Klaunzer)
Danny Welbeck, links, scores the second goal erzielt das 2:0 für England. (Bild: Keystone/Laurent Gillieron)
Enttäushung bei Yann Sommer, links, und Valon Behrami nach dem 2:0 durch Danny Welbeck (rechts). (Bild: Keystone/Peter Klaunzer)
Haris Seferovic vergibt vor Goalie Joe Hart. (Bild: Keystone/Laurent Gillieron)
Haris Seferovic kann nicht fassen, dass er diese Chance vergeben hat. (Bild: Keystone/Laurent Gillieron)
Josip Drmic umspielt Goalie Joe Hart. (Bild: Keystone/Ennio Leanza)
Johan Djourou, rechts, im Laufduell mit Wayne Rooney. (Bild: Keystone/Peter Klaunzer)
John Stones, rechts, im Zweikampf mit Ricardo Rodriguez. (Bild: Keystone/Laurent Gillieron)
Admir Mehmedi. (Bild: Keystone/Ennio Leanza)
Danny Welbeck bring England 1:0 in Führung. (Bild: Keystone/Peter Klaunzer)
Grosse Enttäuschung bei Blerim Dzemaili. (Bild: Keystone/Laurent Gillieron)
Matchwinner Danny Welbeck applaudiert den englischen Fans zu. (Bild: Keystone/Laurent Gillieron)
Der Schweizer Nationaltrainer Trainer Vladimir Petkovic. (Bild: Keystone/Laurant Gillieron)

Die Schweizer Spieler verlassen nach der Niederlage enttäuscht das Spielfeld. (Bild: Keystone/Peter Klaunzer)