Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Basler & Hofmann feiert Eröffnung: Hundert neue Jobs für Kriens

Das Ingenieurunternehmen Basler & Hofmann ist von Luzern nach Kriens gezogen. Kurzzeitig stand ein Wegzug aus dem Kanton zur Diskussion.
Maurizio Minetti
Blick auf das neue Gebäude von Basler & Hofmann in Kriens. (Bild: PD)

Blick auf das neue Gebäude von Basler & Hofmann in Kriens. (Bild: PD)

Die Filiale des Elektronikhändlers Digitec im Krienser Nidfeld kennt man in der Region. Kaum bekannt ist jedoch, dass im ­gleichen Gebäude seit neustem eines der grössten Schweizer ­Ingenieur- und Planungsunternehmen seinen Luzerner Hauptsitz hat. Die ursprünglich zürcherische Basler & Hofmann AG hat das Gebäude an der Nidfeldstrasse 5 vor drei Jahren ­gekauft, bis auf den Rohbau abgebaut und anschliessend von Grund auf saniert. Den neuen Sitz hat Basler & Hofmann am Montag offiziell eröffnet. Bereits seit Juni arbeiten hier rund hundert Personen.

Wie es sich für ein Ingenieurbüro gehört, hat das Familienunternehmen alles selber geplant. «Wir haben natürlich neuste Technik verbauen lassen, inklusive einer Solarzellenfassade», sagt Jürg Büchler, der bei Basler & Hofmann für das Marktgebiet Zentralschweiz zuständig ist. Die Sanierung habe zwar länger gedauert als ein Neubau, aber diese Variante sei ökologischer gewesen und letztlich habe man so die Substanz erhalten können. Wie viel der Kauf und der anschliessende Umbau gekostet haben, verrät der Stadtluzerner nicht. Nur so viel: «Zwei Drittel der Gesamtinvestitionen sind in den Umbau geflossen.»

Belegschaft innert kurzer Zeit verdoppelt

Zwar ist Kriens ein neues Pflaster für Basler & Hofmann, im Kanton ist das Unternehmen aber bereits seit Jahren präsent. Die hundert Angestellten arbeiteten zuvor an der Landenbergstrasse beim Alpenquai. Diese Büroräumlichkeiten hat nun der Wirtschaftsprüfer BDO übernommen.

Jürg Büchler, bei Basler & Hofmann für das Marktgebiet Zentralschweiz zuständig. (Bild: Nadia Schärli, Kriens, 10. September 2019)

Jürg Büchler, bei Basler & Hofmann für das Marktgebiet Zentralschweiz zuständig. (Bild: Nadia Schärli, Kriens, 10. September 2019)

Doch wie kommt ein Zürcher Ingenieurunternehmen dazu, im Raum Luzern einen neuen Sitz zu errichten? Anfang der Sechzigerjahre in Zürich gegründet, expandierte Basler & Hofmann erst 2006 nach Luzern. Damals übernahm Basler & Hofmann das Ingenieurbüro Plüss Meyer Partner – Jürg Büchler und sein Geschäftspartner Gregor Schwegler waren zu dieser Zeit Inhaber der Stadt­luzerner Bauingenieurfirma an der Landenbergstrasse. «Plüss Meyer Partner hat viele Gebäude in der Stadt geplant, zum Beispiel auch den Bahnhof», sagt Büchler. Seit dem Kauf hat Basler & Hofmann einige namhafte Bauten in der Region konzipiert, etwa beim Luzerner Kantonsspital, auf dem Bürgenstock oder im Schweizer Paraplegiker-Zentrum in Nottwil.

Nach dem Kauf von Plüss Meyer Partner beschäftigte Basler & Hofmann 50 Angestellte in Luzern. Heute sind es in Luzern doppelt so viele. Eng geworden ist es in der Stadt bereits vor einigen Jahren, darum mussten die Luzerner Angestellten auf drei Standorte in der Stadt verteilt werden. Die Suche nach einem neuen Sitz für die Luzerner Belegschaft gestaltete sich schwierig, wie Büchler erklärt. Und Büchler weiter:

«Wir wollten eigentlich in der Stadt bleiben, haben aber keine Fläche gefunden, die unseren Bedürfnissen entsprochen hätte.»

Er lässt durchblicken, dass man kurzzeitig über einen möglichen Umzug nach Rotkreuz nachgedacht habe. Doch diese Idee habe man nach Gesprächen mit der Belegschaft früh verworfen. «Das Angebot in Kriens passte dann perfekt.»

Die Räumlichkeiten seien so konzipiert, dass das Unternehmen in den nächsten Jahren in Kriens bis auf 140 Angestellte wachsen könne – unter gewissen Umständen hätten sogar bis zu 180 Personen Platz. Allzu eng möchte es Büchler aber nicht haben. «Wir haben das Gebäude bewusst so gebaut, dass wir eine Reserve ­haben», sagt der 57-Jährige.

Wachstumsziele mag Büchler nicht vorgeben: «Konkrete Wachstumsziele haben wir nicht, ich gehe aber davon aus, dass wir in Zukunft ähnlich schnell wachsen werden wie in der Vergangenheit», so Büchler. Digitec ist der einzige Mieter und dies soll laut Büchler auch so bleiben: «Im Erdgeschoss macht ein solches Geschäft Sinn», sagt er.

So werden sich Passanten auch in Zukunft an den Elektronikhändler erinnern, während das dezente Logo des Gebäudebesitzers und Planers kaum auffallen wird. «Wir können damit leben», sagt Büchler mit einem Schmunzeln.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.