Bauboom
Bauboom immerhin bei Ersatzwohnungen

In einem Urdorfer Quartier wird eine Siedlung aus den 50er-Jahren durch Minergiebauten ersetzt. Drei alte, nicht mehr zeitgemässe Wohnblocks an der Schlierenstrasse verschwinden, drei neue, in Minergie erstellt, werden neu erbaut.

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Abbruch

Abbruch

Limmattaler Zeitung

Flavio Fuoli

Ein wenig sieht es aus wie auf einem Schlachtfeld. Ein grosses Loch klafft auf dem Areal an der Schlierenstrasse. Bagger kurven herum und reissen die drei Wohnblöcke mit insgesamt sechs Hauseingängen nieder. Es sind dies: Schlierenstrasse 23 und 25, Schlierenstrasse 27 und 29 sowie Im Stüdacker 14 und 16.

Hier besitzt die Firma Pietro Cortali AG eine Überbauung aus den 50er-Jahren, wie auf dem Bauamt Urdorf zu erfahren war. Neu wird eine Arealüberbauung erstellt. Die Baubewilligung wurde im Juni 2009 erteilt, ebenso der Abbruch.

Besondere Gestaltung

Eine Arealüberbauung bedarf einer besonderen Planung. Sie muss erhöhte Anforderungen erfüllen in Sachen Gestaltung, Einordnung in die bestehenden Bauten und Isolation. Geplant sind wiederum drei Gebäudeteile. Es werden so genannte Spitzbauten mit Attikafassaden erstellt. Die Gebäude werden in Minergiestandard ausgeführt. Dies war die Bedingung der Gemeinde im Rahmen des gewährten Arealüberbauungsbonus, bei dem Minergie Pflicht sei, wie es im Bauamt weiter hiess. Die neue Überbauung umfasst 33 Wohnungen.

Kleiner Bauboom

In Urdorf ist seit über einem Jahr ein kleiner Bauboom im Gang. Es werden zwar nicht grosse, neue Überbauungen realisiert, doch werden viele bebaute Grundstücke neu überbaut. Ein Paradebeispiel ist die Genossenschaft SVEA, die 42 modernste Wohnung anstelle einer alten Überbauung schaffte. Dies ganz im Sinne des Gemeinderats, der sich, nicht zuletzt wegen der Durchmischung, gehobeneren Wohnraum wünscht.