Erste Entlassungen bei OVS

Der Schweiz-Verantwortliche Alessandro Montalbano nimmt den Hut.

Roman Schenkel
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Beim gescheiterten Charles-Vögele-Retter OVS geht es Schlag auf Schlag. Bis Ende Woche schliessen schweizweit 20 Filialen. Laut «Blick» wurden die Angestellten in den letzten Tagen nun darüber informiert, dass das Engagement des Schweiz-Verantwortlichen Alessandro Montalbano sowie drei sogenannten Area-Managern per Ende Juni beendet werde. Sempione Fashion gab nicht bekannt, ob die vier Italiener zum Mutterkonzern zurückkehren werden.

Gestern endete die Konsultationsfrist zur möglichen Massenentlassung. Die rund 1200 Mitarbeiter konnten Vorschläge einreichen, welche Alternativen es zu Entlassungen gibt. Laut der Gewerkschaft Unia wurden beim Sachwalter zahlreiche Forderungen platziert. So fordern die Angestellten unter anderem die Teilnahme an Vorstellungsgesprächen während der Arbeitszeit; die Bereitstellung einer Informatikinfrastruktur, um die Stellensuche zu unterstützen; individuelle Zwischenzeugnisse; zusätzliche Ferientage; die Einhaltung des Arbeitsgesetzes sowie genug Personal bis zur Schliessung der Filialen.

Laut einem Unternehmenssprecher wertet das Unternehmen nun zusammen mit dem Sachwalter die Vorschläge aus. Dann werde über die Massnahmen entschieden.

Ohnmacht bei den OVS-Angestellten

Der italienische Modekonzern OVS zieht sich zum zweiten Mal aus der Schweiz zurück. Über tausend ehemalige Charles-Vögele-Angestellte bleiben im Ungewissen.
Maurizio Minetti