Bell muss leichten Umsatzrückgang hinnehmen, schreibt aber wieder Gewinn

Bell profitierte im Lockdown, weil die Einkaufstouristen ihr Fleisch in der Schweiz kaufen mussten. Trotzdem konnte der Fleischverarbeiter seinen Umsatz im ersten Halbjahr nicht steigern.

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(mka) Der Fleischverarbeiter Bell musste im ersten Halbjahr einen leichten Umsatzrückgang hinnehmen. Die Verkäufe sanken um 1,4 Prozent auf knapp 2 Milliarden Franken. Werden die Währungseffekte ausgeklammert, betrug das Wachstum knapp 3 Prozent.

Dem Unternehmen sei es damit gelungen, den Umsatzverlust durch den letztjährigen Verkauf des Wurstwarengeschäfts in Deutschland zu kompensieren, teilte die Coop-Tochter am Donnerstag in einer Mitteilung mit. Der mehrwöchige Corona-Lockdown in diversen Ländern habe einen starken Einfluss auf das Einkaufs- und Essverhalten gehabt. Davon sei vor allem der Geschäftsbereich Convenience mit seinen To-Go-Sortimenten und einem signifikanten Umsatzanteil im Bereich Food Service negativ betroffen gewesen.

Auch Fleisch wurde gehamstert

Anders sieht es im Kerngeschäft mit Fleisch und Fleischwaren aus. Dort profitierte das Unternehmen von den Auswirkungen der Coronapandemie. Die damit verbundenen Hamsterkäufe führten im Absatzmarkt Retail zu einer deutlichen Steigerung. Dies habe sich insbesondere im Heimmarkt Schweiz gezeigt, da der Einkaufstourismus während der Grenzschliessungen gestoppt wurde.

Der Betriebsgewinn (Ebit) beträgt 59,4 Millionen Franken, nach 11 Millionen im ersten Halbjahr 2019. Der Halbjahresgewinn beläuft sich auf 34,9 Millionen Franken. Er fällt damit um 44,5 Millionen höher aus. In der Vorjahresperiode kam es aufgrund von Sonderfaktoren zu einem Verlust.