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Bell wächst zu Jahresbeginn dank Hügli-Übernahme über einen Fünftel

Der Nahrungsmittelverarbeiter Bell hat dank der Übernahme von Hügli in den ersten drei Monaten des Jahres deutlich zugelegt: Der Umsatz stieg um rund 21 Prozent auf knapp eine Milliarde Franken. Ohne den Ostschweizer Nahrungsmittelhersteller Hügli wäre Bell um 5,6 Prozent gewachsen.
Gestelle werden mit Wienerli aufgefüllt beim Fleischverarbeiter Bell in Basel am Montag, 16. Februar 2015. (Bild: Georgios Kefalas/Keystone)

Gestelle werden mit Wienerli aufgefüllt beim Fleischverarbeiter Bell in Basel am Montag, 16. Februar 2015. (Bild: Georgios Kefalas/Keystone)

Der Bruttogewinn kletterte im ersten Quartal um einen Viertel auf 377,5 Millionen Franken, wie Bell am Freitag mitteilte. Das entspricht einer Bruttomarge von 38,0 Prozent, nach 36,7 Prozent im Vorjahresquartal. Die Gruppe führt die Steigerung um 1,3 Prozentpunkte auf die höhere Bruttogewinnmarge von Hügli zurück.

Der Betriebsgewinn (EBITDA) erhöhte sich derweil um 22,7 Prozent auf 61,6 Millionen Franken. Auf dieser Stufe fällt die Margensteigerung bescheidener aus. Die EBITDA-Marge stieg um 0,1 Prozentpunkt auf 6,2 Prozent. Grund dafür sei das personalintensivere Geschäftsmodell von Hügli, heisst es in der Mitteilung.

Gelungener Start in Grillsaison

Wachsen konnte Bell in der Schweiz vor allem im Grosshandel und Lebensmittelverarbeitungsgeschäft, während das Detailhandelsgeschäft auf der Stelle trat, wie die Coop-Tochter schreibt.

Die Marktintensität und der damit verbundene Margendruck habe in der Schweiz weiter zugenommen. Witterungsbedingt sei das Ostergeschäft tiefer als erwartet ausgefallen, während der Start in die Grillsaison gelungen sei. Insgesamt erhöhte die Division Bell Schweiz den Absatz zwischen Januar und März um 2 Prozent.

In der Division Bell Deutschland drückten Preisnachlässe, die Bell aufgrund der tieferen Rohmaterialpreise gewährte, auf die Umsätze. Der Absatz sei jedoch weiter gesteigert worden, schreibt das Unternehmen. Im internationalen Geschäft, das Frankreich, Polen und Ungarn umfasst, seien positive Wachstumsraten verzeichnet worden.

Der Wettbewerbsdruck auf Bell Geflügelspezialist Hubers habe sich aber intensiviert. Zudem trieben gestiegene Anforderungen an das Qualitätsniveau die Unterhalts- und Personalkosten an.

Ein deutliches Umsatzwachstum hat Bell den Angaben zufolge beim Convenience-Bereich mit verzehrbereiten Esswaren verzeichnet. Neben Hilcona/Eisberg umfasst diese Division auch Hügli. Die Integration befinde sich auf Kurs, heisst es zu Hügli. Synergiepotenziale seien identifiziert worden und erste Schritte eingeleitet.

Der lange vor allem für die Fleischverarbeitung bekannte Konzern baut den Convenience-Bereich unter anderem mit dem Zukauf von Hügli kräftig aus. Neu wird die margenstarke Division über einen Viertel zum Gesamtumsatz beisteuern. Die Einkaufstour geht indes weiter: Der jüngste Zukauf wurde Ende April bekannt gegeben. Bell übernimmt das Waadtländer Unternehmens Sylvain & Co., das Salate, Gemüse und Früchte verarbeitet.

Kapitalerhöhung von 612,6 Millionen Franken

Weiter gab Bell am Freitag Details zur angekündigten Kapitalerhöhung zur Finanzierung der Übernahme von Hügli bekannt. Bell gibt für Hügli über 440 Millionen Franken aus. Mit der Kapitalerhöhung sollen Bell 612,6 Millionen Franken zufliessen.

Es sollen maximal 4 Millionen neue Namenaktien ausgegeben werden. Von diesen werden 2,3 Millionen Aktien den bisherigen Aktionären der Bell Food Group zu einem Bezugspreis von je 268 Franken angeboten. Die Bell-Mutter Coop, die rund zwei Drittel an Bell hält, hat sich verpflichtet, ihre Bezugsrechte vollständig auszuüben.

sda/awp

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