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BERATUNG: Gewerbe-Treuhand braucht mehr Platz

Die Luzerner Gewerbe-Treuhand-Gruppe hat den Umsatz um mehr als 5 Prozent gesteigert. Räumlich stösst der Unternehmensdienstleister in Luzern an Grenzen. Er sucht nach Ausbaumöglichkeiten.
Rainer Rickenbach
Der Leiter der Gewerbe-Treuhand-Gruppe, Bruno Käch, am Standort an der Eichwaldstrasse in Luzern. Beim Gebäude links soll ein Stockwerk aufgesetzt werden. (Bild: Philipp Schmidli (23. Juni 2017))

Der Leiter der Gewerbe-Treuhand-Gruppe, Bruno Käch, am Standort an der Eichwaldstrasse in Luzern. Beim Gebäude links soll ein Stockwerk aufgesetzt werden. (Bild: Philipp Schmidli (23. Juni 2017))

Seit 2010 stieg die Zahl der Mitarbeitenden bei der Gewerbe-Treuhand um gut die Hälfte auf 150 Personen. Zum einen wuchs der Personalbestand durch Übernahmen von kleineren Treuhandbüros, denn seit 1999 kamen Standorte in Sursee, Küssnacht, Zug und Stansstad hinzu. Zum andern brauchte es auch am Hauptstandort an der Eichwaldstrasse in Luzern mehr Leute.

Vor sechs Jahren wurde zwar eines der drei Gebäude dort ausgebaut, doch der Ausbau hielt mit dem Personalwachstum nicht Schritt. Zumal Gewerbe-Treuhand-Chef Bruno Käch nichts von Grossbüros wissen will. «Bei uns werden vertrauliche Gespräche geführt, die nicht für fremde Ohren bestimmt sind. Wir brauchen Arbeitsplätze, die eine gewisse Vertraulichkeit gewähr­leis­ten», sagt Käch. Das Beratungsunternehmen benötigt in naher Zukunft Raum für 25 bis 30 Ar­beits­plätze.

Stockwerk aufstocken oder Aussenstellen ausbauen

Zwei Varianten stehen zur Debatte: entweder eines oder zwei der Gebäude an der Eichwaldstrasse um ein bis zwei Stockwerke aufstocken oder in den Aus­senstellen ausserhalb der Stadt zusätzlichen Platz schaffen. Die Abklärungen sind im Gange, der Entscheid dürfte noch in diesem Jahr fallen.

Im vergangenen Jahr stieg der Gruppenumsatz der Gewerbe-Treuhand um mehr als 5 Prozent auf 21 Millionen Franken. Käch: «Wir hatten uns die 21 Millionen zum Ziel gesetzt, und wir haben diese Schwelle erreicht. Es war ein gutes Jahr für uns.» Etwa die Hälfte des Wachstums in den zurückliegenden Jahren ging auf Zukäufe von Beratungsfirmen zurück, die andere Hälfte kam durch organisches Wachstum zu Stande. Die Gruppe bietet ihren rund 3000 Kunden Treuhanddienstleistungen, Unternehmensberatung, Wirtschaftsprüfung, Steuer-, Vorsorge- und Rechtsberatung, Immobilienmanagement, Lohnadministration, Informatik und Privat-Treuhand an. Zwar hätten die meisten KMU den Frankenschock überwunden, sagt Käch. «Doch die zahlreichen neuen Vorschriften bringen eine Regulierungsdichte mit sich, die kleinere Firmen über Gebühr mit Administrationsaufgaben be­lasten.»

Er nennt als Beispiel das Geldwäschereigesetz und die vermehrt notwendig gewordenen Formulare an die Verwaltungen. Für die Gewerbe-Treuhand AG bringt das neue Aufträge mit sich. «Es sind aber keine Aufträge, die für die Unternehmen einen wirklichen Mehrwert schaffen», sagt Bruno Käch.

Ohnehin machen sich mehr und mehr KMU daran, Admi­nistrationsaufgaben vollumfänglich von einem Unternehmensdienstleister erledigen zu lassen. Gemäss Käch stehen dabei Lohnwesen, Personalverwaltung sowie Recht und Steuern im Vordergrund. Weiterhin stark gefragt sind auch Unterstützung und Beratung bei Generationenwechseln in Betrieben und beim Unternehmensverkauf. Im Verwaltungsrat der Gewerbe-Treuhand wurde im Mai Roland Von­arburg neuer Präsident. Von­arburg übernahm von Ruedy Scheidegger.

Bruno Käch hat sich im Frühling auf dem politischen Parkett erfolgreich gegen die Erhöhung der kantonalen Steuern zur Wehr gesetzt. «Es war nicht einfach, gegen eine breite politische Mehrheit anzutreten. In KMU-Kreisen aber wurde das Engagement geschätzt», sagt Käch.

Rainer Rickenbach

rainer.rickenbach@luzernerzeitung.ch

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