Berufe: Neu oder anders

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Filme Am Digitaltag wurden gestern in Zürich acht Filme von René Lüchinger gezeigt. Darin werden vier Menschen vorgestellt, die ihre Arbeit wegen der Digitalisierung total umstellen mussten, und vier Beispiele von Menschen, deren Job es ohne Digitalisierung gar nicht gäbe. Zum Beispiel jene von Emanuel und Daniela Steiner. Mit ihrer Firma Felfel bieten sie digitalen Foodtech am Arbeitsplatz an. Mit einem Badge kann sich der Arbeitnehmer aus einem Felfel-Kühlschrank mit einem Züri- ­Geschnetzeltem bedienen. Über den Badge wird abgerechnet, und die Daten werden dazu benutzt, den Kunden das Gewünschte in genügender Menge wieder anzubieten. Urs Langenegger von der Agentur Bandara nennt sich digitaler Weltenbauer. Mit Computern und VR-Brillen stellt er für seine Kunden Inhalte in einen Raum. Für die Anwerbung von Sanitär-Lehrlingen lässt er die Schüler virtuell in eine Industriehalle abtauchen, in der sie auf spielerische Art die Vorzüge ­dieses Berufs kennen lernen. Der Physiker Alfredo Bruno ist ein digitaler Sägemeister. Er schneidet menschliche Knochen mit kaltem Laser und hilft so dem Chirurgen im Operationssaal. Die Digitalisierung schafft nicht nur neue ­Berufe, sondern verändert alte. Der Bauer Beat Sticher wird zum Computerbauer, dessen Kühe vom Roboter gemolken werden. Und der einstige Elektromechaniker Antonio Lopetrone nennt sich heute Automatiker. (Kn.)

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