Betroffene sollten handeln

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Fachleute sind sich einig, dass Gemobbte schnell handeln sollten. Am besten sprechen sie die Probleme im Beisein eines Zeugen klar an. Wird es nicht besser, kontaktieren sie die intern zuständige Ansprechperson. Das kann eine dafür bestimmte Vertrauensperson im Betrieb sein oder die Sozialberatung beziehungsweise das Gesundheitsmanagement. Die Vorfälle haben sie sich am besten notiert mit Angabe von Ort, Zeit, Datum und Involvierten, eventuell Zeugen.

Wenn es keine vertrauenswürdige Person im Unternehmen gibt, wendet man sich an eine externe Fachstelle. Der zeitliche Aufwand pro Fall bei Kälin: 1 bis 20 Stunden. Arbeitsrechtliche Beratung und Kommunikationsschulung gehören zu ihrem Angebot ebenso wie das Verhandeln fairer Austrittsvereinbarungen bei Gekündigten. Falls der Betrieb einwilligt, die Mobbingvorwürfe untersuchen zu lassen, erstellt Kälin einen Bericht, der die Situation und die Folgen festhält. Die Beraterin spricht auch Empfehlungen aus, Sanktionen gegenüber dem Täter oder die Beseitigung der mobbingfördernden Umstände im Betrieb. (alm)