Betten im Aargau schlechter belegt

Im Kanton Aargau gingen die Logiernächte überdurchschnittlich zurück. Im Oktober waren es im Vergleich zum Vorjahresmonat fast 10 Prozent. Vor allem der rückläufige Geschäftstourismus trifft den Aargau besonders hart.

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Hotelzimmer

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Keystone

Dania Genini

Andrea Lehner, Geschäftsführerin von Aargau Tourismus geht davon aus, dass der überdurchschnittlich starke Rückgang auf den fehlenden Geschäftstourismus zurückzuführen sei. «Dieser nimmt im Aargau einen markanten Teil ein», erklärt Lehner. Und da viele Firmen aufgrund der wirtschaftlichen Situation auf Geschäftsreisen verzichten, bekommt dies der Aargau besonders zu spüren.

Weil die Logiernächte vor allem im Bereich Geschäftstourismus zurückgegangen sind, sei es laut Lehner schwierig, diese Entwicklung aufzuhalten. «Im Freizeittourismus ist es einfacher, die Hotels und Reiseziele zu bewerben als im Geschäftstourismus», so Lehner.

«Ein weiterer Grund für den Rückgang der Logiernächte in der Sommersaison ist, dass kein Grossanlass - wie die Fussball-WM im letzen Jahr - stattfand.» Dies habe dazu geführt, dass die Logiernächte im Monat Juni im Vergleich zum Vorjahresmonat massiv zurückgegangen sind.
Zahlen aus dem Aargau

Der Kanton Aargau verzeichnete im Oktober 2009 60861 Logiernächte. Im Vergleich zum Oktober 2008 bedeutet dies einen Rückgang von 6701 Logiernächten oder 9,9 Prozent, teilt das Bundesamt für Statistik (BFS) mit. Einzig der Kanton Nidwalden musste einen noch grösseren Rückgang hinnehmen (-10,9 Prozent).

Während der gesamten Sommersaison gingen die Logiernächte im Vergleich zum Vorjahr um 7,5 Prozent zurück. Gesamtschweizerisch beträgt der Rückgang 4,2 Prozent.