Ostschweizer Softwarefirma Bexio kommt unters Dach des Versicherers Mobiliar

Die Mobiliar stärkt sich damit im digitalen Geschäft, Bexio hofft auf positive Impulse mit der renommierten Mutter im Rücken. Mit Swiss Life arbeitet Bexio weiterhin zusammen.

Thomas Griesser Kym
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Bexio-Chef Jeremias Meier (Bild: Sascha Erni)

Bexio-Chef Jeremias Meier (Bild: Sascha Erni)

Der grösste Sachversicherer der Schweiz, die Mobiliar, kauft das Softwareunternehmen Bexio in Rapperswil-­Jona. Dieses bietet cloudbasierte Geschäftssoftware für Schweizer Kleinunternehmen, Selbstständige und Start-up-Firmen, womit diese ihre administrative Last verringern und sich stärker aufs Kerngeschäft konzentrieren können. Mit der Übernahme will die Mobiliar ihre Position im KMU-Markt auch digital ausbauen. ­Bexio solle den Charakter eines Start-ups behalten und deshalb eine eigenständige Firma bleiben, die nicht in die Mobiliar integriert werde. Bexio-Chef Jeremias Meier sagt, mit der Mobiliar als neuer Eignerin wahre man die Kontinuität und habe ein renommiertes Mutterhaus mit starker Marke im Rücken. Das soll es ermöglichen, dass sich Bexio als KMU-Plattform weiterentwickle.

Von fünf auf achtzig Mitarbeitende

Bexio wurde Ende 2013 gegründet. Damals bestand das Team aus fünf Leuten um Geschäftsführer Meier. Mittlerweile hat die stark wachsende Firma auf 80 Mitarbeitende zugelegt und bedient gut 15'000 Kunden. Vergangenen Oktober ging Bexio eine strategische Allianz mit dem Lebensversicherer Swiss Life ein. Diese Kooperation bleibe beste­hen. 2016 und 2017 wurde Bexio als bestes Software-Start-up der Schweiz ausgezeichnet.