BILANZ: Zuger Kantonalbank hält Reingewinn 2016 auf Vorjahreshöhe

Die Zuger Kantonalbank (ZGKB) hat im Geschäftsjahr 2016 den Reingewinn bei einem etwas verbesserten Zinsgeschäft auf Vorjahreshöhe gehalten. Die Hypotheken stiegen nach dem starken Wachstum in den Vorjahren kaum mehr an und die Kundengelder sanken.

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Die Zuger Kantonalbank (im Bild der Sitz in Zug) ist mit dem Geschäft 2016 zufrieden. (Bild: PD / Zuger Kantonalbank)

Die Zuger Kantonalbank (im Bild der Sitz in Zug) ist mit dem Geschäft 2016 zufrieden. (Bild: PD / Zuger Kantonalbank)

Angesicht der grossen Herausforderungen durch die seit zwei Jahren anhaltenden Negativzinsen in der Schweiz könne das Jahresergebnis 2016 als stark bezeichnet werden, heisst es in einer Mitteilung vom Dienstag.

Unveränderter Reingewinn

Zinsergebnis und Handelserfolg hätten sich positiv entwickelt und Sonderaufwände hätten zu einem steigenden Geschäftsaufwand geführt. Der Geschäftserfolg verbesserte sich um fast 7 Prozent auf 100,5 Millionen Franken. Weggefallen ist ein positiver Steuereffekt aus dem vergangenen Jahr. Unter dem Strich weist die Kantonalbank für 2016 einen unveränderten Reingewinn von 61,5 Millionen Franken aus.

Im wichtigsten Geschäftsfeld, dem Zinsengeschäft, konnte die ZGKB trotz eines nur minimen Wachstums der Hypothekarforderungen (+0,2 Prozent auf 11,8 Milliarden Franken) den Nettoerfolg um 2,5 Prozent auf 155,1 Millionen Franken erhöhen. Dabei profitierte die Bank auch von deutlich tieferen Wertberichtigungen und Verlusten.

Insgesamt konnte die ZGKB laut eigenen Angaben die Margen im Zinsengeschäft halten, wobei man die aufgrund der Negativzinsen vorteilhaften Bedingungen im Interbankengeschäft ausgenutzt habe. Im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft (-0,4 Prozent auf 35,4 Millionen Franken) bekam das Institut die Zurückhaltung der Anleger zu spüren.

Dagegen stieg im Handelsgeschäft der Erfolg mit 18,0 Millionen Franken (+15 Prozent) deutlich an - hier habe man von der grossen Zinsdifferenz des Schweizer Frankens zu den Hauptwährungen profitiert, schreibt die ZGKB.

Abfluss von Kundengeldern

Bei den Kundengeldern (-3,6 Prozent auf 9,1 Milliarden Franken) resultierte 2016 ein Rückgang. Die ZGKB hat dabei bewusst "sehr selektiv" bei einzelnen Kunden Negativzinsen eingeführt, was zum Abfluss führte. Gleichzeitig konnten die Depotvermögen um 3,5 Prozent auf 10,5 Milliarden Franken gesteigert werden.

Die Bilanzsumme der Kantonalbank wuchs per Ende 2016 um 1,2 Prozent auf 14,5 Milliarden Franken. Die Kantonalbank weist ein Eigenkapital von 8,0 Prozent der Bilanzsumme (Leverage Ratio) aus. Die Aktionäre erhalten das neunte Jahr in Folge eine unveränderte Dividende von 175 Franken je Aktie.

Für das laufende Geschäftsjahr 2017 gibt sich die ZGKB trotz der "anspruchsvollen" Rahmenbedingungen insgesamt zuversichtlich. So erwartet die Bank zu ihrem 125-Jahr-Jubiläum weiteres Wachstum im Finanzierungsgeschäft, zudem solle "die kontinuierliche Entwicklung der Vorjahre fortgesetzt" werden.

sda