Biotechnologie

Biotechfirma Bachem erhöht Arbeitszeit in der Schweiz

Das Baselbieter Biotechunternehmen Bachem erhöht wegen der Frankenstärke die Arbeitszeit seiner Angestellten in Bubendorf BL und Vionnaz VS auf 43 Stunden pro Woche. Die Massnahme tritt am 1. April 2012 in Kraft und ist auf zwei Jahre befristet, wie Bachem am Freitag mitteilte.

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Die Angestellten von Bachem müssen künftig mehr arbeiten

Die Angestellten von Bachem müssen künftig mehr arbeiten

Keystone

Betroffen seien rund 500 Angestellte, sagte Finanzchef Stephan Schnindler auf Anfrage. In Bubendorf gilt bisher eine Arbeitszeit von 41,4 Stunden pro Woche, in Vionnaz eine solche von 40 Stunden. In Vionnaz werde ein "Business mit geringerer Marge" betrieben, sodass dort der Druck zu Massnahmen höher sei.

Das Unternehmen habe die Arbeitnehmervertretung im voraus informiert und dort "Verständnis gehört", sagte Schindler weiter. Am Freitag sollte die gesamte Belegschaft informiert werden. Die Arbeitszeitverlängerung werde die Schweizer Standorte stärken und zur Arbeitsplatzsicherung beitragen, hiess es in einem Communiqué.

Die Ergebnisse der Bachem Gruppe würden von der "anhaltenden Frankenstärke erheblich belastet", begründete darin Bachem die Massnahme. So habe das Unternehmen allein im ersten Halbjahr 2011 durch die Währungsumrechnung beim Umsatz 9,2 Mio. Fr. verloren, beim Gewinn vor Steuern (EBIT) 5,7 Mio. Franken.

Trotzdem hatte Bachem Ende August solide Halbjahreszahlen vorgelegt. So war der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 5 Prozent auf 77,7 Mio. Fr. gestiegen, der Gewinn vor Steuern (EBIT) um 73,8 Prozent auf 10,1 Mio. Franken.