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Bitcoin-Automaten-Hersteller Lamassu zieht bald in die Stadt Luzern

Weil im Ausland keine Bank Lamassu als Kunde haben wollte, zügelte der weltweit drittgrösste Produzent von Kryptowährungs-Automaten seinen Hauptsitz nach Root. Und bereits steht ein Umzug in die Stadt Luzern an.
Livio Brandenberg
Ein Sintra-Automat der 2013 gegründeten Firma Lamassu. (Bild: PD)

Ein Sintra-Automat der 2013 gegründeten Firma Lamassu. (Bild: PD)

Es wird derzeit viel geschrieben über Bitcoin, und natürlich über den Absturz der Kryptowährung. Weniger zu lesen ist über die Firmen, welche Bitcoin-Automaten – sogenannte «Cryptomats» – herstellen, an denen die Bitcoins oder auch andere Kryptowährungen wie Ethereum, Dash und Zcash gekauft oder auch gegen Bargeld eingetauscht werden können. Mit Lamassu hat eine solche Firma nun ihren Sitz aus Portugal nach Luzern verlegt. Wie einem Blogeintrag des Mitgründers und CEO Zach Harvey von letzter Woche zu entnehmen ist, hat sich der weltweit drittgrösste Krypto-Automaten-Hersteller im D4 Business Village in Root niedergelassen. Man habe jahrelang nach einem fixen Standort gesucht, schreibt Harvey, die Cryptomat-Industrie boome, und «während wir wachsen, wollen wir an einem Ort sein, wo die Regeln klar definiert und die Regulatoren Innovationen gegenüber positiv eingestellt sind». In der Schweiz gibt es aktuell 45 Bitcoin-Automaten diverser Hersteller, drei davon stehen in Zug, einer in Luzern. Am meisten Automaten – elf – stehen in Zürich.

Lamassu-CEO Zach Harvey. (Bild: PD)

Lamassu-CEO Zach Harvey. (Bild: PD)

Momentan seien sie noch zu zweit in Root, sagt Zach Harvey auf Anfrage: er und sein Bruder Josh, mit dem er Lamassu 2013 gegründet hat. «Doch wir suchen aktiv nach Mitarbeitern, jetzt, da wir uns hier eingerichtet haben.» Doch schon bald werden sich die Lamassu-Gründer erneut einrichten müssen: «Wir planen, in den kommenden Monaten in unser eigenes Büro in der Stadt Luzern zu zügeln», sagt Harvey.

Viel Lob für die Schweiz

Lamassu ist einer der ersten ­Bitcoin- respektive Krypto­währungs-Automaten-Hersteller überhaupt. Produziert werden die Automaten – auch ATM, «Automated Teller Machine» genannt – in Portugal, der Hauptsitz wurde vom Norden des Landes nun eben in die Zentralschweiz verlegt. Ein Grund dafür ist laut Harvey die eingangs erwähnte ­offene Einstellung der Schweiz gegenüber innovativen Technologien und die Rechtssicherheit.

Als Beispiel nennt Harvey, dass keine Bank im Ausland Lamassu als Kunde gewollt habe, rund ein Jahr sei man nun ohne Bank unterwegs gewesen, sicher 15 Institute hätten Lamassu abgelehnt. Dies wegen der Verbindung zu Bitcoin – obwohl die Firma keine Bitcoins handelt, sondern nur die Hard- und Software dazu herstellt. In der Schweiz sei man allerdings rasch fündig geworden: Kurz nach der Ankunft habe Lamassu ein Konto mit allen dazugehörenden Leistungen bei der Hypothekarbank Lenzburg eröffnet, sagt Harvey. Die kleine Retailbank gilt als besonders kryptofreundlich.

Der Lamassu-CEO lobt die Bank und die Schweiz denn auch: Schon sehr bald werde man am Hauptsitz in Lenzburg einen Automaten einrichten, und seine Firma sei allgemein «begeistert», in der Schweiz und im Crypto Valley zu sein, wo es viele Anlässe gebe und «viel Aufregendes» passiere.

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