Banken
BKB muss Gewinneinbruch von knapp 20 Prozent verzeichnen

Die Basler Kantonalbank (BKB) hat im ersten Semester 2013 einen Gewinneinbruch verzeichnet: Der Halbjahresgewinn des Stammhauses sank um 19,9 Prozent auf 35,3 Mio. Franken. Als Gründe nannte die BKB Risikoreduktion, Pensionskasse und Buchverluste.

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Basler Kantonalbank in Schieflage: Die BKB verzeichnet im ersten Semester 2013 einen Gewinneinbruch

Basler Kantonalbank in Schieflage: Die BKB verzeichnet im ersten Semester 2013 einen Gewinneinbruch

Kenneth Nars

Ohne einen Liegenschaftsverkauf von 15,5 Mio. Franken wäre der Halbjahresgewinn um diese Summe noch tiefer ausgefallen. Der Bruttogewinn des Stammhauses sank laut Communiqué gegenüber der Vorjahresperiode um 40,3 Prozent auf 77 Mio. Franken. Die Bilanzsumme stieg dennoch um 2,5 Prozent auf 25,58 Mrd. Franken.

Im BKB-Konzern, in dem auch die Bank Coop konsolidiert ist, sank der Bruttogewinn derweil um 24,3 Prozent auf 143,1 Mio. Franken. Die Bilanzsumme stieg um 3,2 Prozent auf 40,39 Mrd. Franken.

Im BKB-Stammhaus schlugen die Schliessung der Deckungslücke der Pensionskasse sowie der Übergang vom Leistungs- zum Beitragsprimat mit 18,4 Mio. Franken negativ zu Buche. Ohne diesen Sondereffekt wäre der Geschäftsaufwand markant gesunken, hiess es.

Wohin mit all dem Geld?

Das Zinsengeschäft als Hauptstandbein litt unter Margendruck und Liquiditätsüberfluss mangels Anlagemöglichkeiten: Dessen Erfolg sank um 10,3 Prozent auf 98,5 Mio. Franken. Als positiven Nebeneffekt erfüllt die BKB aber heute schon die ab 2015 geltenden neuen strengen Liquiditätsvorschriften. Der Eigenmittel-Deckungsgrad wird zudem auf 213,1 Prozent beziffert.

Die neue Weissgeldstrategie hat derweil Depotvermögen verscheucht, was sich in einem Kundengeldabfluss von netto 556 Mio. Fr. niederschlug. Unter Druck geriet auch der Ertrag des Kommissions- und Dienstleistungsgeschäftes, das mit 51,6 Mio. Franken 9,7 Prozent weniger abwarf. Unter dem Strich haben - aufgrund der Marktentwicklung - die verwalteten Kundenvermögen um 5,4 Prozent zugenommen.

Ein Loch von 39,1 Mio. Franken schlugen zudem Bewertungskorrekturen auf BKB-Partizipationsscheinen im Eigenbestand. Diese fielen insbesondere wegen des Vertrauensverlustes durch den ASE-Betrugsskandal und den USA-Steuerstreit an. Diese Korrektur ging zulasten von Handelsergebnis und übrigem ordentlichem Aufwand.

Nichts Neues zum Steuerstreit

Der Handelserfolg sank um rund einen Fünftel auf 39,8 Mio. Franken. Unter anderem habe die Euro-Untergrenze der Nationalbank zu weniger Transaktionen von Devisenkunden geführt. Zum Steuerstreit mit den USA gebe es im Übrigen keine Neuigkeiten zu vermelden und auch keine neuen Rückstellungen, teilte die BKB mit.