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Bahnunternehmen BLS fährt Verlust ein

Das Bahn- und Schifffahrtsunternehmen BLS hat ein schwieriges Jahr hinter sich. Zwar wurden mehr Passagiere befördert, bei der Schifffahrt soll es nun aber Korrekturen geben. Die zuständige Gewerkschaft befürchtet einen Stellenabbau.
Eine S-Bahn der BLS im Bahnhof Bern. Bild: Christian Beutler/Keystone (16. Mai 2017)

Eine S-Bahn der BLS im Bahnhof Bern. Bild: Christian Beutler/Keystone (16. Mai 2017)

(sda) Das Bahnunternehmen BLS hat im Geschäftsjahr 2018 trotz guter Geschäfte einen Verlust eingefahren. Grund dafür sind der Ausgleich zu hoher Abgeltungen vom Bund sowie eine Wertberichtigung bei der Schifffahrt, die umstrukturiert wird. Der Konzernverlust belief sich insgesamt auf 12,6 Millionen Franken, nach einem Gewinn von 15 Millionen im Vorjahr, wie die BLS gestern mitteilte. Mitte März war bekannt geworden, dass das Bahnunternehmen aufgrund eines fehlerhaften Zinsglättungsmodells jahrelang zu hohe Abgeltungen für Rollmaterial im regionalen Personenverkehr erhalten hatte. Es geht um 29,4 Millionen Franken, welche die BLS einmalig dem Geschäftsjahr 2018 belastet.

Operativ lief es bei der BLS in allen Geschäftsbereichen besser als im Vorjahr. Weil mit 66,3 Millionen Menschen rund 2 Prozent mehr Passagiere mit der BLS gereist sind, stieg der Umsatz aus verkauften Billetten. Auch im Güterverkehr wurden höhere Erträge erzielt. Insgesamt setzte die BLS mit 1,12 Milliarden Franken 7,2 Prozent mehr um als noch 2017. Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) erhöhte sich um knapp 27 Prozent auf 33,6 Millionen Franken. Allerdings frass unter dem Strich vor allem die Reduktion der Abgeltungen diesen Gewinn wieder auf, schreibt die BLS.

Schiffsflotte soll verkleinert werden

Dazu kam noch eine weitere Belastung aus der Schifffahrt. Dort kann die BLS nämlich die hohen Investitionen in ihre Schiffe, Anlegeplätze und Werkstätten derzeit nicht aus den Einnahmen durch den Betrieb finanzieren. In der Folge korrigierte das Unternehmen den Buchwert der Schifffahrt um 7 Millionen Franken nach unten. Um Wertberichtigungen künftig zu vermeiden, entwerfe die BLS für die Schifffahrt ein neues Geschäftsmodell, heisst es. Sie will sich künftig vorwiegend auf die Kursschifffahrt konzentrieren, in der sie den Grossteil ihrer Einnahmen erzielt. Dafür will sie unter anderem die Flotte verkleinern und zusätzliche Partnerschaften eingehen. Dank des neuen Geschäftsmodells solle sich die Schifffahrt ab dem Jahr 2021 aus eigenen Einnahmen weiterentwickeln können.

Für die Gewerkschaft des Verkehrspersonalverbandes kommt eine «allfällige Verschlechterung» der Arbeitsbedingungen nicht in Frage, wie sie mitteilte. Sie will generell keine Kündigungen aufgrund von Sparmassnahmen akzeptieren, heisst es.

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