Zypern-Krise
Börsen in Fernost erholen sich

Die asiatischen Börsen erholten sich über Nacht vom Zypern-Schock. Analysten bezeichneten die Reaktion an den Märkten zu Wochenbeginn als «übertrieben».

Matthias Niklowitz
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Börse Tokio: Wieder auf Erholungskurs nach der Baisse zu Wochenbeginn.

Börse Tokio: Wieder auf Erholungskurs nach der Baisse zu Wochenbeginn.

KEYSTONE

In Asien erholten sich die Aktienbörsen vom schwachen Wochenstart. Am Montag waren die Börsen in Tokio, Hongkong und Singapur unter dem Eindruck des Zypern-Rettungspakets um 2 Prozent und mehr gefallen.

In Tokio stieg der Nikkei-225-Index um 2 Prozent und holte damit die Vortagesverluste praktisch wieder auf.

Am Mittwoch bleibt die Börse in Japan aufgrund eines Feiertags geschlossen. Ebenfalls stärker tendierten die Aktienmärkte in Singapur und in Seoul. Die Börse von Hongkong hielt sich auf Vortagesniveau.

Unter Druck war dagegen die Börse in Mumbai/Indien. Allerdings hat das einen innenpolitischen Grund. Eine Regionalpartei kündigte ihren Rückzug aus der Regierungskoalition an, um damit gegen eine UNO-Resolution, welche von der indischen Zentralregierung unterstützt wird und die die Verbrechen auf Sri Lanka verurteilt, zu protestieren.

Euro stabilisiert sich

Gegenüber dem US-Dollar stabilisierte sich der Euro im asiatischen Handel bei 1,2957. Am Montag war die Gemeinschaftswährung noch um 2 Prozent gefallen.Analysten bezeichneten die Abgaben vom Montag als «übertriebene Marktreaktion». Aber auch der asiatische Handel zeigte sich nicht ganz frei von Nervosität: Die Preise für den Euro schwankten zwischen 1,293 und 1,297 Dollar.

Die Schwäche des Yen setzte sich auch am Dienstag fort. Die japanische Währung wird von der Bank of Japan, der Notenbank, absichtlich geschwächt, um den Kurs zu drücken und die Exporte zu erleichtern. Gegenüber dem Euro fiel der Yen um weitere 0,2 Prozent.

Ebenfalls schwächer zeigte sich der australische Dollar. Diese Rohstoffwährung schwächelte, nachdem die veröffentlichten letzten Sitzungsprotokolle der australischen Notenbank keine Hinweise für eine Herabsetzung der Leitzinsen brachten. Höhere Zinsen, so die Logik der Anleger, locken zwar Geld ins Land und stärken die Währung. Sie erschweren aber auch die Exporte.