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Brexit fördert Zuwachs in Schwyz

Noch ist unklar, wie der Austritt Grossbritanniens aus der EU gestaltet wird. Erste Vermögensanleger sind bereits von London nach Pfäffikon gezogen, andere prüfen derzeit solche Schritte.
Jürg auf der Maur

Derzeit sind im Parlament in London die Verhandlungen über den Austritt des Königreiches aus der EU angelaufen. Die hitzige Debatte sorgt für viel Unsicherheit. Unklar ist, ob es zu einem harten Austritt kommt oder ob es doch noch gelingt, in Verhandlungen eine Lösung zu finden, die für die Wirtschaft nicht die befürchteten, schweren Folgen hat. Bereits bekannt ist, dass die EDL Capital AG ihren Sitz von London in die Schweiz verlegt hat. Das Unternehmen hat neu den Sitz in Pfäffikon und ergänzt damit den Schwyzer Finanzplatz, der sich Schritt für Schritt in den letzten Jahren neben Zürich etablieren konnte.

Weshalb die Firma neu Pfäffikon der Welt- und Wirtschaftsmetropole London vorgezogen hat, weiss Urs Durrer, Leiter Amt für Wirtschaft, nicht. «Es ist gut möglich, dass ein Bezug zur Brexit-Debatte den Ausschlag gab», erklärte Durrer auf Anfrage. Sicher sei jedenfalls, dass derzeit ein zweites Hedgefonds-Unternehmen genau deshalb einen Umzug in den Kanton Schwyz prüft. Man sei mit dieser Firma in Kontakt. Sie wolle aber noch zuwarten, bis definitiv klar sei, wie es in England nach dem EU-Austritt weitergehe.

Departement blickt gespannt nach London

«Das zeigt», so Durrer, «dass die Firmen sich tatsächlich mit diesen Fragen beschäftigen». Über die Gründe, weshalb diese Vermögensverwalterfirmen aber Schwyz einem Standort innerhalb der EU vorziehen, kann Durrer ebenfalls nur rätseln. «Eventuell ist der Standort Schwyz ja sogar noch besser, als irgendwo innerhalb der EU ein neues Standbein zu eröffnen».

Der Hedgefonds-Star ist bereits da

So oder so wird derzeit im Schwyzer Volkswirtschaftsdepartement gespannt nach London geblickt. Es sei jedenfalls feststellbar, «dass sich Firmen Umzugsgedanken machen und Schwyz eine der möglichen Destinationen werden könnte», so Durrer. «Es wäre schön, wenn es so wäre», freut sich Durrer jedenfalls schon jetzt.

Schwyz könnte also durchaus vom Austritt Grossbritanniens aus der Europäischen Union profitieren. Und das nicht nur im kleinen Stil. Die Firma EDL Capital um Edouard de Langlade, welche im vergangenen Herbst die Tätigkeiten in Ausserschwyz aufgenommen hat, gilt als eigentlicher «Star» unter den Hedgefonds-Unternehmen.

Vermögen um 500 Prozent gesteigert

Die EDL Capital soll bei ihrer Gründung mit einem verwalteten Vermögen von rund 100 Mio. US-Dollar gestartet sein. Allein im Folgejahr 2016 vermochte de Langlade die verwalteten Vermögen um 500 Prozent zu steigern. Die Rendite der Anlagekapitalien soll 18,4 Prozent betragen.

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