Erneuerbare Energien
Bund kürzt Fördergelder für erneuerbare Energien

Der Bundesrat will die Fördergelder für den Ausbau von erneuerbarer Energien kürzen. Damit stehen im nächsten Jahr 56 Millionen Franken weniger zur Förderung von Wind- oder Solaranlagen zur Verfügung.

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Zwei Lernende verlegen die Solarplatten.

Zwei Lernende verlegen die Solarplatten.

In der revidierten Energieverordnung, welche der Bundesrat am Mittwoch verabschieden soll, ist eine Kürzung der Fördergelder um 22 Prozent für 2012 vorgesehen. Damit stünden im nächsten Jahr 59 Millionen Franken weniger zur Förderung von Wind- oder Solaranlagen zur Verfügung. Die zur Förderung von erneuerbaren Energien erhobene kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) soll im nächsten Jahr von 0,45 Rappen auf 0,35 Rappen pro Kilowattstunde sinken, wie Sabine Hirsbrunner, Sprecherin des Bundesamts für Energie gegenüber dem „Sonntag“ bestätigt.

Neu sollen ab Januar 0,1 Rappen pro Kilowattsunde zugunsten des Gewässerschutzes eingesetzt werden. Dieser Zuschlag wurde 2009 vom Parlament beschlossen und wird nun entgegen früheren Plänen aus den Mitteln der KEV finanziert. Das Bundesamt macht für die politisch heikle Kürzung bei den Alternativenergien Verspätungen bei bewilligten Projekten verantwortlich: „Weil zahlreiche Betreiber mit Anrecht auf eine KEV-Entschädigung ihre Anlagen nicht fristgerecht in Betrieb setzen, benötigt der KEV-Fonds 2012 gemäss unseren Berechnungen weniger Mittel“, sagt Hirsbrunner.