Kündigungspläne
Carsten Schloter soll geplant haben, die Swisscom zu verlassen

Der verstorbene Swisscom-Chef Carsten Schloter hoffte offenbar, ausserhalb der Swisscom einen Job zu finden. Er soll Kündigungspläne gehabt und Kontakt zu mehreren Headhuntern aufgenommen haben. Grund: Knatsch mit VR-Präsident Hansueli Loosli.

Drucken
Teilen
Carsten Schloter wollte offenbar kündigen. (Archivbild)

Carsten Schloter wollte offenbar kündigen. (Archivbild)

Keystone

Am Tag vor seinem Selbstmord hätte er seine Kündigung einreichen wollen, will das Wirtschaftsmagazin «Bilanz» wissen. Grund für seine Unzufriedenheit bei Swisscom: Das angespannte Verhältnis mit Verwaltungspräsident Hansueli Loosli.

Seit Frühling soll Carsten Schloter im Minimum mit drei Headhuntern Kontakt gehabt haben. Unter anderem soll der Swisscom-CEO für die Leitung eines Joint Ventures zwischen dem Velohersteller BMC/Stromer, Swisscom, Google und dem US-Elektroautobauer Tesla Interesse gezeigt haben.

Von Bundesrätin auf Probleme angesprochen

Der 49-jährige Telekommanager beging am 23. Juli Selbstmord. Er wurde in seinem Haus im Freiburgischen gefunden. Vertraute berichteten, dass Schloter unter schwerer Schlaflosigkeit litt und während Wochen nicht mehr schlafen konnte. Er habe an einem klassischen Burnout gelitten.

Auch Bundesrätin Doris Leuthard soll von Schloters Problemen gewusst und ihn auch darauf angesprochen haben, schreibt die «Bilanz».

Die Swisscom will bis Ende Jahr einen Nachfolger finden. Das Unternehmen wird bis dahin von Urs Schaeppi geleitet.