Rücktritt
Chef der Luzerner Kantonalbank stolpert über Affäre mit Ex-Prostituierter

Bernard Kobler, der Chef der Luzerner Kantonalbank, tritt per sofort von seinem Posten zurück. Grund für den Rücktritt ist ein folgenreichen Seitensprung mit einer brasilianischen Prostituierten.

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Bernard Kobler räumt seinen Sessel.

Bernard Kobler räumt seinen Sessel.

Keystone

Kobler stand kurz vor Weihnachten im Scheinwerferlicht der Medien, als eine Strafanzeige gegen ihn und seine aussereheliche Beziehung publik wurde.

Kobler, 56, hatte ein Verhältnis mit einer Brasilianerin, die als Prostitutierte gearbeitet hatte. Die beiden zeugten zusammen einen Buben.

Der 56-Jährige begründet seine Demission denn auch mit der dadurch entstandenen Kontroverse. Mit seiner Ex-Geliebten, die ihn der versuchten sexuellen Nötigung bezichtigte, hat Kobler sich zwar geeinigt, worauf diese die Strafanzeige zurückzog. Der Konzernchef zieht nun aber dennoch seine persönlichen Konsequenzen aus der Angelegenheit.

Er habe in den vergangenen Tagen und Wochen festgestellt, dass sein privater Fehler und die öffentliche Resonanz auf die inzwischen zurückgezogene Strafklage das Potenzial hätten, seine Tätigkeit als Chef der Luzerner Kantonalbank (LUKB) zu beeinträchtigen, wird Kobler in der Mitteilung vom Dienstag zitiert. Damit könnte er nach eigener Einschätzung auch zur Belastung für die Zukunft der Bank werden.

Kobler wird gemäss Communiqué der LUKB noch längstens bis 31. Januar 2015 zur Verfügung stehen, um einen reibungslosen Übergang der Geschäfte an seinen Nachfolger sicherzustellen. Interimistisch wird die Kantonalbank nun von Koblers bisherigem Stellvertreter Daniel Salzmann, der in der LUKB-Geschäftsleitung den Privat- und Gewerbekundenbereich verantwortet, geleitet.