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China will US-Ikone

Wirtschaftsredaktor Ernst Meier über das Ansinnen des chinesischen Autobauers Great Wall Motors, dem US-Konzern Fiat Chrysler (FCA) ein Kaufangebot zu unterbreiten.
Ernst Meier
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Nun haben die Chinesen die Katze aus dem Sack gelassen. Erneut will ein aufstrebender Autobauer aus dem Reich der Mitte einen Traditionskonzern im Westen übernehmen. Die 1976 gegründete Great Wall Motors gab gestern bekannt, dass sie Fiat Chrysler kaufen will. Bereits gehört die schwedische Traditionsmarke Volvo zur chinesischen Geely-Gruppe.

Fiat Chrysler ist wie kaum ein anderer Autobauer in Sachen Fahrzeugtypen, Marken und Ländern verzettelt. In Europa erzielt man mit sparsamen Kleinfahrzeugen wie dem Fiat 500 Erfolge, in den USA verkaufen sich die «durstigen» Kraftpakete der Marken Dodge, Ram und Jeep hervorragend. CEO und Verwaltungsratspräsident Sergio Marchionne gelingt es zwar, den Atlantik-übergreifenden Autobauer erfolgreich zu führen, er steht aber auch vor grossen Herausforderungen.

Fiat Chrysler ist allein zu klein, um im technologischen Wettrennen um die Fahrzeuge der Zukunft bestehen zu können. Ein Zusammengehen mit dem führenden SUV-Hersteller aus dem weltweit grössten Automarkt könnte also Sinn machen – und die Chinesen bekämen mit Jeep eine US-Ikone. Die Frage ist nur: Lassen US-Präsident Trump und sein Ausschuss für Auslandinvestitionen so einen symbolstarken Deal zu?

Ernst Meier

ernst.meier@luzernerzeitung.ch

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