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CKW steigert Gewinn markant – und zahlt Sonderdividende aus

Weil die Strommarktpreise stark steigen, braucht die CKW ihre Preise nicht mehr abzusichern. Dank des Gewinns bezahlen Privatkunden zum Firmenjubiläum weniger und die Aktionäre erhalten eine Jubiläumsdividende.
Rainer Rickenbach
Martin Schwab (52), seit April CEO der CKW, am Hauptsitz in Rathausen. Bild: Pius Amrein (6. August 2018)

Martin Schwab (52), seit April CEO der CKW, am Hauptsitz in Rathausen. Bild: Pius Amrein (6. August 2018)

Von einem erfreulichen Ergebnis sprach CKW-Chef Martin Schwab am Dienstag an der Medienorientierung in Rathausen. «Es ist uns gelungen, in allen Sparten Gewinne auszuweisen», sagte er. In der Tat schreiben die drei Unternehmensteile Energie, Netze und Gebäudetechnik zum ersten Mal seit fünf Jahren alle schwarze Zahlen. In der Summe schaut ein Betriebsergebnis (Ebit) von 102,6 Millionen Franken heraus, und der Unternehmensgewinn summierte sich auf 81 Millionen Franken. Der Betriebsgewinn stieg im Vorjahresvergleich um 30,9 Prozent, der Reingewinn um 21,1 Prozent (siehe Tabelle unten).

Zwar ist der Stromverkauf im Verbreitungsgebiet des grössten Zentralschweizer Energieunternehmens nicht zuletzt dank der guten Konjunkturlage um 14 Prozent gestiegen. Dass bei der Sparte Energie unter dem Strich aber nicht mehr ein kleines Minus wie noch im Vorjahr herausschaute, sondern ein Betriebsgewinn von 31 Millionen Franken, hat seinen Grund indirekt in den gestiegenen internationalen Grosshandelspreisen. Der steile Preisanstieg an den europäischen Strombörsen seit Jahresbeginn findet in der Erfolgsrechnung zwar noch keinen Niederschlag. Doch die CKW brauchte keine weiteren Rückstellungen für Energiebeschaffungsverträge mehr bereitzustellen. Im Vorjahr drückten die Absicherungskosten noch mit über 30 Millionen Franken auf das Segmentergebnis. Das «Stromjahr» dauert jeweils von Ende September bis Ende September des folgenden Jahres.

Kanton Luzern profitiert

«Die Grosshandelspreise sind wieder ungefähr dort, wo sie 2008 vor Beginn des Preiszerfalls waren. Die Erholung ist natürlich hilfreich, doch sie wirkt sich in der Erfolgsrechnung erst mit einer Verzögerung von zwei oder drei Jahren aus», erklärte Schwab. Die Strommarktpreise, die im aktuellen Rechnungsergebnis ihren Niederschlag finden, stammen aus den Jahren 2015/16, als die Preise ihren Tiefpunkt erreicht haben und Preisabsicherung darum teuer war. Doch diese hat sich gelohnt, wie der Unternehmensgewinn deutlich macht. Die CKW verkauft pro Jahr rund drei Terawattstunden auf dem freien Markt.

Quelle: CKW

Quelle: CKW

Im Bereich Gebäudetechnik verdiente die CKW mit 8,4 Millionen Franken 5 Prozent mehr als im Vorjahr. Die hohe Nachfrage brachte eine konstant hohe Auslastung mit sich. Allerdings schmälerte der starke Preiskampf in der Branche die Margen. Der Umsatz legte durch den Kauf der Elektro-Fürst-Gruppe um überdurchschnittliche 10 Prozent zu.

In der Netzsparte war der Betriebsgewinn rückläufig, weil im vergangenen Jahr eine einmalige Entschädigung von 13,5 Millionen Franken der nationalen Netzgesellschaft Swissgrid das Ergebnis aufhellte.

CKW investiert in Wasserkraftwerke

Mit der Erholung der Strompreise dürfte es dem Verwaltungsrat leichter gefallen sein, sich mit Blick auf das 125-Jahre-Jubiläum im nächsten Jahr eine doppelt so hohe Dividende zu leisten als sonst üblich. Zu den ordentlichen 3 Franken pro Aktie gibt es weitere 3 Franken als Jubiläumsdividende. Am meisten profitiert die Mehrheitsaktionärin Axpo davon. Für den Kanton Luzern schaut als einer der Minderaktionäre eine Dividende von 3,4 Millionen Franken heraus.

Im kommenden Jahr haben indes auch die Privatkunden etwas davon, dass die CKW wieder besseren Zeiten entgegensieht. Schon im Sommer gab das Energieunternehmen bekannt, die Preise für sie zu senken. Ein durchschnittlicher Haushalt spart dadurch Stromkosten von 120 Franken im Jahr. Das Verbreitungsgebiet der CKW umfasst im Wesentlichen den Kanton Luzern, ohne die Stadt Luzern, wo das EWL die Privatkunden mit Strom versorgt.

Mit einer Eigenkapitalquote von 64,2 Prozent verfügt das Zentralschweizer Energieunternehmen über eine solide Basis. Sie ist auch nötig, denn die CKW investiert stark in die eigenen Wasserkraftwerke. In die Erneuerung des Kraftwerkes Emmenweid steckt das Unternehmen rund 15 Millionen Franken, die Tochtergesellschaft EW Altdorf hat für die Kraftwerke Erstfeldertal 36 Millionen Franken und Urnerloch in Andermatt 1,5 Millionen Franken budgetiert. Weitere Projekte in Sursee und Willisau sind in zwei Jahren fertig erstellt. Die geplanten Wasserkraftwerke in Flühli sowie Wassen verzögern sich durch Einsprachen von Umweltverbänden.

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