Wirtschaft
Coronakrise drückt auf die Halbjahreszahlen des Energiekonzerns Axpo

Der Energiekonzern Axpo hat im ersten Geschäftshalbjahr seine Gesamtleistung zwar erhöhen können. Doch die Coronakrise belastet sowohl das Unternehmens- als auch das Betriebsergebnis substanziell.

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Wegen der Coronakrise rechnet die Axpo mit einem tieferen Jahresergebnis – unter anderem drücken AKW-Rückstellungen auf die Kosten.

Wegen der Coronakrise rechnet die Axpo mit einem tieferen Jahresergebnis – unter anderem drücken AKW-Rückstellungen auf die Kosten.

Keystone

(dpo) Die Gesamtleistung des Energiekonzerns Axpo ist im ersten Geschäftshalbjahr vom Oktober 2019 bis März 2020 auf 2,78 Milliarden Franken gestiegen. Das entspricht laut einer Mitteilung vom Montag einem Plus von 236 Millionen gegenüber der Vorjahresperiode. Grund dafür seien der höhere Stromumsatz und das höhere Handelsergebnis gewesen.

Allerdings haben die durch die Coronapandemie ausgelösten Wertschwankungen an den Finanzmärkten das operative Ergebnis von Axpo substanziell belastet. Mit 329 Millionen liegt das Betriebsergebnis (Ebit) denn auch um 74 Millionen unter demjenigen der Vorjahresperiode, teilt der Energiekonzern mit. Zudem hätten sich die Wertschwankungen bei den Fonds für die Stilllegung und Entsorgung der Kernkraftwerke (Stenfo) mit einem Minus von 167 Millionen ebenfalls negativ auf das Ebit ausgewirkt. Mit 411 Millionen resultierte auf Stufe Unternehmensergebnis ebenfalls ein Verlust von 24 Millionen gegenüber der Vorjahresperiode.

Axpo rechnet mit deutlich tieferem Jahresergebnis

Axpo sei weiter bestrebt, die negativen Einflüsse der Coronakrise zu minimieren, heisst es in der Mitteilung. Die starke Positionierung im Heimmarkt Schweiz bleibe für den Konzern strategisch zentral. Zusätzlich soll der Stromhandel, das internationale Kundengeschäft und die Vermarktung von erneuerbaren Energien in Europa weiter ausgebaut werden.

Aufgrund des Coronabedingten konjunkturellen Einbruchs sowie den Unwägbarkeiten an den Finanzmärkten geht Axpo von einem deutlich tieferen Jahresergebnis 2019/20 im Vergleich zum Vorjahr aus. Der Energiekonzern Axpo gehört den Nordostschweizer Kantonen und Kantonswerken. Er betreibt zahlreiche Wasserkraftwerke sowie die Atomkraftwerke Beznau 1 und 2 und ist an denjenigen in Gösgen und Leibstadt beteiligt.