CPH expandiert in Brasilien und baut Beschichtungsanlage

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(sda/awp) Die Luzerner CPH Chemie + Papier Holding (CPH) expandiert in Südamerika. Die Tochtergesellschaft Perlen Packaging Anápolis will den Bereich Verpackungen am Standort in Brasilien ausbauen.

Mittels einer Investition im höheren einstelligen Millionenbereich soll eine PVdC-Beschichtungsanlage mit einer Kapazität von 6500 Tonnen errichtet werden, wie das in den Geschäftsbereichen Chemie und Verpackung tätige Unternehmen am Dienstag mitteilte. Diese soll im ersten Quartal 2022 in Betrieb gehen.

Ausserdem unterstützt Perlen Packaging den Geschäftspartner in Brasilien mit einem Darlehen zum Bau einer Anlage zur Herstellung von PVC-Monofolien am Standort Anápolis. Gleichzeitig übernimmt der Bereich Verpackung die restlichen 40 Prozent der Anteile an Perlen Packaging Anápolis.

Der Bereich Verpackung von CPH ist seit mehr als 20 Jahren in Lateinamerika präsent. Er beteiligte sich 2018 zu 60 Prozent an der brasilianischen Sekoya, welche heute als Perlen Packaging Anápolis ein Schneid- und Logistikzentrum für Blisterfolien mit 20 Mitarbeitenden betreibt. Seither wachsen die Umsätze in Lateinamerika laut CPH zweistellig.

CPH stützt sich bei der nun angekündigten Investition auf Prognosen, wonach die Pharmamärkte in Lateinamerika bis 2024 jährlich um 6 bis 9 Prozent wachsen sollen. Brasilien sei zudem mit einer Bevölkerung von über 200 Millionen Menschen der sechstgrösste Pharmamarkt weltweit.

Mit den angekündigten Massnahmen könne die gesamte Lieferkette von Monofolien bis zu beschichteten Folien für Blisterverpackungen vor Ort bereitgestellt werden.