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CS: Falsche Signale an die Börse

Daniel Zulauf über die Ergebnisse des dritten Quartals der Credit Suisse.
Daniel Zulauf
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Börsenkurse zeigen im Normalfall recht zuverlässig in der Zukunft liegende Entwicklungen an. Schwimmt ein Unternehmen auf einer Erfolgswelle, gewähren ihm die Investoren nach einer gewissen Zeit einen Vertrauensvorschuss. Der Aktienkurs steigt dann typischerweise schneller als die Gewinne. Im umgekehrten Fall kann die Börse auch eine Abwärtsspirale verstärken. Das war bei der Credit Suisse im Sommer 2016 der Fall.

Anfang Juli 2016 kostete eine CS-Aktie zeitweise weniger als 10 Franken. Die Börse bewer­tete die Grossbank noch mit lausigen 20 Milliarden Franken, was nicht einmal der Hälfte des in der Bilanz ausgewiesenen Eigenkapitals entsprach. Die Investoren misstrauten dem Unternehmen offensichtlich an allen Ecken und Enden und rechneten mit weiteren hohen Milliardenverlusten.

Das sind Situationen, in denen die Börsenkurse oft falsche Signale aussenden. Das lässt sich im Rückblick auch für die CS feststellen. Eine ernsthafte Gefährdung der Bank, wie man sie sich mit Blick auf die seinerzeitige Hysterie der Investoren leicht hätte vorstellen können, bestand nie. Die Übertreibung war vielmehr ein Indiz dafür, dass es an der Börse an starken Händen mangelt, die in heftigen Abschwungphasen durch Zukäufe korrigierend eingreifen können. An Spekulanten, die dem vermeintlich schnellen Geld nachrennen, wenn der Zug bereits abgefahren ist, herrscht indessen nie ein Mangel.

Dieses Ungleichgewicht der Investoren mag im Moment gut sein für die CS, deren Aktien in der aktuellen Aufschwungphase umso schneller steigen. Gefährlich ist es aber für alle Anleger, die zu faul sind, sich eine eigene Meinung zu bilden.

Daniel Zulauf

daniel.zulauf@luzernerzeitung.ch

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