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CS-Studie zeigt: Luzern wird massiv an Attraktivität verlieren

Gemäss der Grossbank Credit Suisse wird Luzern bis im Jahr 2025 nicht mehr unter den Top-Ten der attraktivsten Wirtschaftskantone figurieren. Dabei sind die jüngst angekündigten Steuererhöhungen noch nicht einmal eingerechnet.
Raphael Bühlmann
Laut einer Studie der Grossbank Credit Suisse wird der Kanton Luzern durch die AHV-Steuerreform an Wettbewerbsfähigkeit einbüssen. (Bild: Pius Amrein)

Laut einer Studie der Grossbank Credit Suisse wird der Kanton Luzern durch die AHV-Steuerreform an Wettbewerbsfähigkeit einbüssen. (Bild: Pius Amrein)

Die gute Nachricht zuerst. Die Kantone der Zentralschweiz sind heute sehr gut vertreten an der Spitze der wirtschaftsfreundlichsten Standorte der Schweiz. Weiterhin unangefochtener Spitzenreiter bleibt Zug, gefolgt von den Kantonen Zürich, Aargau und Basel-Stadt. Auf den Plätzen fünf bis sieben folgen Nidwalden, Schwyz und Luzern. Zu dem Ranking kommt die Credit Suisse (CS) in ihrem jährlich erstellten Standortqualitätsindikator (SQI). Laut CS fokussiere dieser auf ­sieben «harte» Standortfaktoren und sei unter anderem ein Wegweiser für Unternehmen, die verschiedene Standorte evaluierten.

Auch wenn der SQI den Zentralschweizer Kantonen heuer noch ein positives Zeugnis ausstellt, die nahe Zukunft gibt weniger Anlass zur Zuversicht – insbesondere für den Kanton Luzern. Gemäss CS-Studie sei nämlich mit der Steuer-AHV-Vorlage ein fundamentaler Umbau der Unternehmensbesteuerung geplant, der sich für Luzern nachteilig auswirken wird. «Der intensive Standortwettbewerb zwingt die Kantone und Regionen, ihre Attraktivität im Rahmen des Möglichen zu optimieren», heisst es in der Studie. Und nachdem die meisten Kantone ihre Steuerstrategien vor dem Hintergrund der Reform kommuniziert haben, haben die Ökonomen der CS eine erste Zukunftsprognose für das Jahr 2025 gemacht.

Zentralschweizer im CS-Ranking

Standortqualität im Vergleich
2016 2017 2018 2025
Luzern 6 7 7 11
Zug 1 1 1 1
Nidwalden 5 5 5 8
Obwalden 8 9 10 17
Schwyz 7 6 6 7
Uri 20 20 20 21

Für Luzern heisst das konkret, dass man im SQI von Platz sieben auf den elften Rang zurückfallen wird. Dies allerdings weniger weil man schlechter arbeiten würde, als vielmehr weil andere Kantone in puncto Steuerattraktivität aufholen würden. «Aufgrund der relativen Betrachtung der Standortqualität können Kantone trotz Entlastungen dennoch Ränge im Standortqualitätsindikator verlieren.»

Dabei dürfte die heute publizierte Einschätzung noch zu optimistisch sein, wie Jan Schüpbach von der CS festhält. «Die von der Luzerner Regierung angekündigte Erhöhung der Besteuerung von Unternehmens-Gewinnen ist in der Studie noch nicht berücksichtigt», sagt der Ökonom. In einem intensiver werdenden Steuerwettbewerb werde Luzern so weiter an Boden verlieren. «Für Luzern ebenfalls nachteilig wirkt sich die unterdurchschnittliche Verfügbarkeit von hoch qualifizierten Fachkräften aus», bilanziert Schüpbach weiter.

In diesem hypothetischen SQI für das Jahr 2025 steht der Kanton Zug weiterhin an der Spitze. Mit der geplanten Senkung der Gewinnsteuerbelastung rückt Basel-Stadt nach aktueller Information auf der Skala am deutlichsten vor. «Er verweist den Kanton Zürich, der seit Beginn der Messung den zweiten Rang innehatte, klar auf den dritten Rang.» Ebenfalls deutlich verbessern würde sich der Kanton Genf, welcher ganze 9 Ränge gutmachen würde. Der Kanton Aargau, 2018 auf dem dritten Rang, würde bei geplanter Reduktion des Gewinnsteuersatzes auf Rang sechs zurückfallen.

Sieben Indikatoren

Der Standortqualitätsindikator (SQI) wurde nach Angaben der CS entwickelt, um die Attraktivität der Schweizer Regionen und Kantone aus Unternehmersicht zu messen. Der SQI stellt die Attraktivität eines Gebiets in Form eines relativen Index dar und basiert auf den folgenden sieben quantitativen Teilindikatoren: Steuerbelastung der natürlichen und juristischen Personen, Verfügbarkeit von Hochqualifizierten und Fachkräften sowie Erreichbarkeit der Bevölkerung, der Beschäftigten und von Flughäfen.

Die Publikation «Standortqualität 2025. Ausblick auf das Ranking nach der Steuerreform» ist hier verfügbar (Märkte & Trends – Schweizer Wirtschaft).

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