Cyberangriffe
Diese «ethischen Hacker» aus Luzern helfen Firmen, ihre IT-Löcher zu stopfen

Dringen Hacker mit guten Absichten in Firmennetzwerke ein, spricht man von «Bug Bounty». Eine neue Firma mit Sitz in Luzern will diesen Standard für IT-Sicherheitstests nun in der Schweiz vorantreiben. Der Bund und Microsoft unterstützen das Vorhaben.

Maurizio Minetti
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Das Team von Bug Bounty Switzerland von links nach rechts: Florian Badertscher (CTO), Matthias Jauslin (COO), Lukas Heppler (CSO) und Sandro Nafzger (CEO).

Das Team von Bug Bounty Switzerland von links nach rechts: Florian Badertscher (CTO), Matthias Jauslin (COO), Lukas Heppler (CSO) und Sandro Nafzger (CEO).

Bild: PD

Cyberangriffe auf Unternehmen sind allgegenwärtig. Allein in der Zentralschweiz gab es in den letzten Jahren einige aufsehenerregende Attacken. 2019 traf es die Egolzwiler Meier Tobler und die Rothenburger Auto AG, letztes Jahr die Muttergesellschaft der Baarer Rittmeyer. Das sind lediglich einige bekannte Fälle; die meisten Unternehmen halten Cyberattacken nämlich geheim. Die Masche der Kriminellen ist dabei fast immer die gleiche: Angreifer verschaffen sich über Schwachstellen in der Informatik Zugriff auf Daten, verschlüsseln sie und erpressen die Unternehmen damit. Selbst wenn betroffene Firmen nicht bezahlen, gehen solche Attacken ins Geld, weil aufgrund der Blockade Umsatz verloren geht und die Behebung des Schadens aufwendig sein kann.