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Dätwyler prüft Verkauf von Sparte

Der Urner Industriekonzern Dätwyler hat im ersten Halbjahr 2019 einen leicht höheren Umsatz erzielt und unter dem Strich mehr verdient. Für die Sparte Technical Components werden nun «strategische Optionen» geprüft. Stellen in Uri wären dadurch nicht betroffen.
GV der Dätwyler Gruppe 2019. VRP Paul Hälg. (Bild: Florian Arnold, Altdorf, 12. März 2019)

GV der Dätwyler Gruppe 2019. VRP Paul Hälg. (Bild: Florian Arnold, Altdorf, 12. März 2019)

(sda/awp) Der Umsatz von Dätwyler stieg um 1,8 Prozent auf 706,3 Millionen Franken. Der Betriebsgewinn (EBIT) wuchs hingegen nur um 0,6 Prozent auf 91,2 Millionen. Unter dem Strich erzielte Dätwyler einen 5,9 Prozent höheren Reingewinn von 66,2 Millionen, wie der Innerschweizer Konzern am Dienstag bekannt gab.

Damit wurden die Erwartungen der Analysten beim Umsatz verfehlt, beim EBIT aber leicht übertroffen.

Organisch Umsatzrückgang

Das Unternehmen mit Hauptsitz in Altdorf hatte laut den Angaben mit einer nachlassenden Konjunkturdynamik zu kämpfen. Insbesondere habe der Handelsstreit in der Automobilindustrie zu einer rückläufigen Nachfrage geführt. Das Umsatzplus sei denn auch nur dank zweier Akquisitionen erreicht worden. Bereinigt um Akquisitions- und Währungseffekte nahm der Umsatz hingegen um 1,6 Prozent ab.

Die Steigerung des Betriebsergebnisses sei dank der Fokussierung auf hochwertige, systemkritische Komponenten sowie frühzeitigen Effizienzsteigerungsprogramme möglich gewesen, hiess es weiter. Daher habe auch die EBIT-Marge nur leicht auf 12,9 von 13,1 Prozent abgenommen. Die Steigerung des Reingewinns erklärt das Unternehmen mit einem besseren Finanzergebnis und einer tieferen Steuerrechnung.

Technische Komponenten

Neuigkeiten gab es ausserdem zum Geschäftsbereich Technical Components (Elektronikteile). Für diesen werden nun «strategische Optionen» geprüft, inklusive eines Verkaufs, wie es heisst. Die Evaluation befinde sich in einem frühen Stadium, und es werde zu gegebener Zeit kommuniziert. Von den 1160 Angestellten des Konzernbereichs Technical Components arbeiten 320 in Deutschland, 300 in den Niederlanden, 130 in England, 80 in der Schweiz (Nänikon/Uster), 300 in anderen europäischen Ländern sowie 30 in China.

Die Ankündigung kommt nicht überraschend. «Entweder es gelingt der Turnaround, oder die Division wird verkauft», hatte CEO Dirk Lambrecht schon im letzten November gesagt.

Die Sparte verzeichnete im ersten Halbjahr eine Umsatzeinbusse von fast 6 Prozent, konnte aber die EBIT-Marge auf 3,3 von 2,9 Prozent steigern.

Die andere, grössere Dätwyler-Sparte, Sealing Solutions (Dichtungskomponenten für die Auto-, Pharma- und Konsumgüterindustrie), konnte derweil den Umsatz um 5,8 Prozent steigern und ist nach wie vor hochprofitabel (EBIT-Marge von 17,5 Prozent nach 18,5 Prozent).

Ausblick gedämpft

Der Ausblick für das Geschäftsjahr 2019 sind gedämpft. Angepeilt wird nun ein Umsatzwachstum und eine EBIT-Marge im unteren Bereich des Zielbands (12 bis 15 Prozent). Bislang war ein Umsatz von 1,45 bis 1,50 Milliarden Franken und eine Marge im Zielband angepeilt worden.

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