Das Bier, das aus dem Milchhüsli kommt

Am Anfang war es eine echte Bieridee der Brüder Dominik und Mathias Keller aus Hottwil. Doch die Idee liess sie nicht mehr los. Im ehemaligen Milchhüsli installierten sie mit fünf Kollegen eine eigene Brauerei.

Drucken
Bier kommt aus dem Milchhüsli

Bier kommt aus dem Milchhüsli

Geri Hirt

Flösserbräu heisst das neue Getränk aus dem Hottwiler Milchhüsli. Nach einer Testphase und einem umfassenden Umbau konnten die sieben jungen Hottwiler ihr Projekt präsentieren. Dass der Gemeinderat der neuen Gemeinde Mettauertal gleich mit drei Gemeinderäten im Ortsteil Hottwil aufmarschierte, unterstrich die Wichtigkeit des Anlasses.

Gemeinderat Thomas Vetter überbrachte die Gratulation der Behörde und lobte «den unglaublichen Enthusiasmus und das Herzblut» der jungen Hotteler Brauer: «An dieser Truppe, die etwas bewegt, kann man echt Freude haben.» Hottwil sei den andern Ortsteilen der Gemeinde Mettauertal «um Meilen voraus». Und Thomas Vetter fügte bei: «Ihr macht ein ausgezeichnetes Bier – ich trinke es gerne.»

Knochenarbeit investiert

Die sieben jungen Hottwiler haben nicht nur Herzblut, sondern auch Geld und harte Knochenarbeit investiert. Oliver Kalt schilderte die kurze Geschichte der jungen Flösserbrauerei. Ein Dreivierteljahr haben sie Fronarbeit geleistet und das seit Jahren leer stehende Milchlokal total umgebaut, die Elektroinstallation erneuert, Böden, Wände und Decke ersetzt und Chromstahltanks angeschafft.

«Trotz Umbau sind wir eine kleine Brauerei geblieben und wollen dies auch bleiben», sagte Oliver Kalt, der auch auf die parallel zum Umbau laufende Aus- und Weiterbildung der Hobby-Bierbrauer hinwies.

«Wir wollen unseren Teil zur Flösserkultur und zum sanften Tourismus, der sich im Rahmen des Flösserweges von Laufenburg nach Stilli entwickelt hat, einen Beitrag leisten. Die Leute haben Freude daran und schätzen unsere Aktivität. Das gibt uns Energie, weiterzumachen.»

Ernsthaft betriebenes Hobby

«Bier brauen ist für uns ein Hobby», sagte Dominik Keller, Präsident des Vereins Flösserbräu und Besitzer des Milchhüslis. Hinzuzufügen ist indessen, dass die sieben jungen Hottwiler dieses Hobby sehr ernsthaft betreiben.

«Wir setzen auf Qualität», gab Dominik Keller zu verstehen. Dass man vom Flösserbräu (noch) nicht leben kann, machte er mit der Bemerkung deutlich, «dass allein die leere Flasche und die Etikette etwa gleich viel kosten wie eine Flasche Bier im Grossverteiler.»