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Das kann das neue MacBook Air

Apple hat seine MacBook-Air-Reihe erneuert. Im Test zeigt die 13-Zoll-Version des schlanken Rechners mit 256 GB SSD Speicher, was sie kann und wo nachgebessert werden muss.

André Zeiger
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MacBookAir

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azNetz

Das neue MacBook Air ist dünner und auch günstiger als seine Vorgänger. Und es hat vor allem sehr viel vom iPad geerbt. Durch den konsequenten Einsatz von SSD-Speicher anstelle einer Festplatte hat der Nutzer nun teilweise das gleiche Erlebnis wie mit dem iPad. Es gibt keine Geräuschentwicklung, es wird weniger warm und schnell.

Bis zu 30 Tage soll man das neue MacBook Air im Standby lassen können und nach dem Aufklappen sofort weiterarbeiten können. Selbst wenn 30 Tage recht optimisch sind, ist die Instant-On Funktionalität für den Nutzer eine echte Erleichterung. Die Touch-Steuerung ist mangels Touch-Display zwar nicht so zentral integriert wie beim iPad, aber mit dem Track-Pad sind ähnliche Funktionen möglich, wenn auch nicht ganz so intuitiv. Hier bleiben die MacBook-Air eben doch klassische Laptops.

Durch das extrem dünne und leichte Gehäuse und akzeptablen Betriebszeiten von angegebenen 5 bis 7 Stunden wird das MacBook Air zu einem echten Reisebegleiter. Diese Betriebszeiten haben wir zwar nicht ganz erreicht, aber die Stand-By-Zeiten sind nun in einem akzeptablen Rahmen, zumindest beim 13-Zoll-Modell. Mit gut 1,3 Kilogramm Gewicht und einer Dick von 0,3 bis 1,7 cm passt das Gerät in jeden Rucksack.

In einer Zeit in der die meisten Inhalte ohnehin über das Netz geladen werden, ist auch das Fehlen eines optischen Laufwerks verschmerzbar. Generell ist der Trend zur Verlagerung der Inhalte in die Cloud langfristig wohl nicht mehr aufzuhalten und dafür bietet sich ein Laptop geradezu an. Beim grossen 13-Zoll-Modell (es gibt auch noch eine 11-Zoll-Variante) gibt es zudem noch einen Flash-Karten Leser. Vielen professionellen Nutzern wäre wohl ein echter Netzwerkanschluss lieber gewesen.

Mit der neuen MacBook-Air-Familie und dem tieferen Preis spricht Apple nun eine breitere Käufergruppe an und schafft es so vielleicht aus der Luxus-Nische der Vorgängermodelle. Das 11-Zoll-Modell ist ab 1199 Franken zu bekommen, die grössere 13-Zoll-Ausgabe kostet 1549 Franken.