Maus, Mundschutz, Malerpinsel: Dieses animierte Rennen zeigt die begehrtesten Corona-Produkte

Heimwerk- und Gartenartikel, WC-Papier und sehr viel Desinfektionsmittel: Während der Coronakrise durchlebten manche Produkte einen echten Hype. Eine interaktive Grafik zeigt, wie stark unser Einkaufsverhalten beeinflusst wurde.

Dominic Kobelt
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Digitec Galaxus, der grösste Online-Händler der Schweiz, hat ausgewertet, welche Produkte in den ersten 22 Wochen des Jahres am meisten verkauft wurden. Das «Produkte-Renne» zeigt eindrücklich, wie der Virus das Kaufverhalten der Schweizerinnen und Schweizer beeinflusst hat:

In Woche eins ist noch nicht viel vom Virus zu spüren, wie der Onlinehändler schreibt: Im Vergleich zum Vorjahr werden sehr viele gebrauchte Handys verkauft, zudem sind neu auch Süssigkeiten im Sortiment.

In Woche vier, am 23. Januar, wird der erste Fall in den USA und damit ausserhalb Asiens gemeldet. Bereits Ende Januar gibt es Konsumentinnen und Konsumenten, die sehr vorausschauend handeln und bereits jetzt Desinfektionsmittel und Masken einkaufen. Das aufkommende Social Distancing führt aber zu einem ganz anderen Trend, wie Digitec Galaxus schreibt: «Einen Boom erleben ab jetzt die Erotik-Artikel in unserem Sortiment; vom aufreizenden Slip über Corsagen bis zu Love Toys, Gleitmittel und Kondomen.»

In Woche neun, als Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen verboten werden, ist die Nachfrage nach Desinfektionsmittel bereits 140 Mal grösser als im Vorjahr. Auch der Bedarf an Artikeln fürs Home-Office – Mäuse, Tastaturen, Webcams – steigt markant.

Im März beginnen die Hamsterkäufe

Am 1. März startet der Bundesrat seine Kampagne «So schützen wir uns» mit Empfehlungen zu Hygiene und Abstand. Bei Galaxus wirkt sich das auf Produkte wie Teigwaren oder Nussriegel aus, auch Campingkocher sind hoch im Kurs. Mitte März startet dann der Run auf Toilettenpapier: 90 Mal so viel wie üblich verkauft der Onlinehändler. «Die Masken und Desinfektionsmittel, die wir ins Sortiment bekommen, gehen fast schneller weg, als wir sie einlagern können.»

Mit der Schliessung von Coiffeurgeschäften kaufen die Kundinnen und Kunden auf einmal mehr Haarscheren. Aber auch ganz allgemein wird jetzt sehr viel übers Internet bestellt. So dauert es Mitte März drei Tage länger als normalerweise, bis die Produkte geliefert werden.

Viele verbringen im März und im April mehr Zeit als gewohnt zuhause. Garten- und Bauartikel, aber auch Musikinstrumente sind beliebt. Mitte April werden besonders viele Acrylglas-Trennwände verkauft.

Im Mai schliesslich trifft der Nachschub an Mundschutzmasken ein. Einsam an die Spitze der Verkaufscharts setzt sich das Händedesinfektionsmittel.