Der Fall der Mubarak-Gelder im Zeitraffer

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Chronologie Der Fall beschäftigt Justiz und Politik bereits seit fast sechs Jahren:

11. Februar 2011: Der Bundesrat verhängt eine vorsorgliche Sperre der Mubarak-Gelder.

2. Mai 2011: Aussenministerin Calmy-Rey beziffert die Gelder auf 410 Millionen Franken.

17. August 2011: Die Bundes­anwaltschaft (BA) tritt auf ein Rechtshilfegesuch Ägyptens ein.

1. September 2011: Die BA dehnt das im Sommer eröffnete Strafverfahren wegen Geldwäscherei auf organisierte Kriminalität aus.

30. April 2012: Das Bundesstrafgericht in Bellizona lässt Ägypten im Strafverfahren als Privatkläger zu.

25. Juli 2012: Die Summe der gesperrten Gelder wird neu auf 700 Millionen Dollar beziffert; zurzeit ist von 610 Millionen Franken die Rede.

18. Dezember 2012: Das Bundesstrafgericht verweigert Ägypten wegen der instabilen politischen Lage Akteneinsicht im Strafverfahren.

18. Dezember 2013: Der Bundesrat verlängert die Sperre der Gelder um drei Jahre.

22. Juni 2015: Die BA gibt bekannt, dass sie den Vorwurf der organisierten Kriminalität fallen lässt und Gelder von Drittpersonen freigibt.

7. Juli 2016: Das Bundesstraf­gericht heisst einen Rekurs Ägyptens gegen die teilweise Einstellung des Strafverfahrens der Bundesanwaltschaft wegen eines Formfehlers gut.

18. August 2016: Das Bundesstrafgericht bestätigt im Falle des ägyptischen Geschäftsmanns Hussein Salem die Sperre von 65 Millionen Franken.

9. Dezember 2016: Der Bundesrat verlängert die Sperre der Mubarak-Gelder um ein weiteres Jahr.

17. Dezember 2016: Bundesanwalt Lauber gibt bei einem Besuch in Kairo bekannt, dass er mehrere Strafverfahren eingestellt und rund 180 Millionen Franken freigegeben hat. (bpp)