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Kommentar

Aktienmarkt: Der normale Wahnsinn

Redaktor Andreas Möckli über die Börsenkurse und die Rolle von Donald Trump dabei.
Andreas Möckli
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Die Aktienmärkte spielen derzeit verrückt. Gleich mehrmals schwankten die Börsenkurse in den USA um drei bis vier Prozent. Die grosse Nervosität der US-Anleger färbte auch auf die Schweiz ab. Viele Kommentatoren zeigen nun mit dem Finger auf US-Präsident Donald Trump. Tatsächlich befeuerte er in den letzten Tagen die Verunsicherung der Märkte. Da ist etwa seine Kritik am Präsidenten der US-Notenbank Fed. Hinzu kommt die teilweise Stilllegung des US-Regierungsapparats. Die Anleger haben keine Freude an politischen Gefechten mit ungewissem Ausgang.

Trumps Verhalten mag einen Effekt auf die Börse haben. Jedoch liegen die Ursachen für das Ende des Aufschwungs tiefer. Die Wachstumsprognosen wurden nicht nur für Industrie-, sondern auch für Schwellenländer zurückgenommen. Während sich hierzulande bereits eine Abschwächung abzeichnet, könnte dies in den USA in der zweiten Hälfte 2019 so weit sein. Hinzu kommen Risiken wie der Brexit oder die hohe Verschuldung von Staaten und Firmen. Das alles muss noch nicht heissen, dass die Aktienkurse ihre rasante Dezember-Talfahrt im neuen Jahr ungebremst fortsetzen. Aber auf eine grössere Hektik in Form heftigerer Kursausschläge werden sich die Anleger wohl einstellen müssen.

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