Kommentar

Der Um- und Abbau des Filialnetzes der LUKB ist notwendig

Selbst eine florierende Staatsbank kann es sich nicht leisten, unrentable Filialen zu betreiben.

Maurizio Minetti
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Maurizio Minetti.

Maurizio Minetti.

Die Luzerner Kantonalbank befindet sich auf dem besten Weg, ihre hochgesteckten langfristigen Gewinnziele zu erreichen – möglicherweise gar zu übertreffen. Und dies trotz Tiefzinsumfeld und Konkurrenz durch Digitalbanken. Warum also beschliesst die Luzerner Staatsbank erstmals seit vielen Jahren, das Filialnetz umzubauen und zwei Standorte aufzugeben?

Weil es dringend nötig ist. Selbst eine florierende Kantonalbank im Besitz der öffentlichen Hand kann es sich nicht leisten, Filialen zu unterhalten, die nicht rentieren. Die Kunden gehen heute nun mal seltener auf die Bank – Digitalisierung sei Dank. Diesem Umstand müssen alle Banken begegnen.

Wichtig ist, dass die betroffenen Angestellten umgeschult und anders beschäftigt werden. Pro Mitarbeiter investierte die LUKB letztes Jahr 1500 Franken in Aus- und Weiterbildungsmassnahmen. Das ist ein guter und nachhaltiger Ansatz.