Detailhandel
Corona lässt die Migros jubeln: Sie gewinnt Marktanteile und baut Online-Führungsposition aus

Die Detailhändlerin erzielte im Coronajahr einen Umsatz von knapp 30 Milliarden Franken und einen Gewinn von 555 Millionen Franken.

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Kunden strömten in die Supermärkte: Die Migros gehört in der Coronakrise zu den Gewinnern. (Symbolbild)

Kunden strömten in die Supermärkte: Die Migros gehört in der Coronakrise zu den Gewinnern. (Symbolbild)

Keystone

(gjo) «Trotz schmerzhafter Auswirkungen der Pandemie sind wir im Coronajahr gewachsen und erwirtschafteten den höchsten Umsatz der Unternehmensgeschichte», sagte Fabrice Zumbrunnen, Chef des Migros-Genossenschaftsbundes an der virtuellen Bilanzmedienkonferenz am Dienstagmorgen.

Die Zahlen sprechen für sich: Die Migros-Gruppe erzielte 2020 einen Umsatz von 29,95 Milliarden Franken (+4,4 Prozent) und einen Gewinn von 555 Millionen Franken. Rechnet man die ausserordentlichen Erlöse durch die Veräusserungen von Globus und Glattzentrum dazu, beträgt der Gruppengewinn 1,757 Milliarden Franken.

Die Detailhändlerin profitierte 2020 davon, dass Konsumentinnen und Konsumenten wegen geschlossenen Restaurants und Homeoffice in die Supermärkte strömten. Wichtige Geschäftsfelder wie Reisen (-38,4 Prozent) und Gastronomie (-41,5 Prozent) erlitten jedoch schmerzhafte Rückschläge. Im Onlinehandel konnte Migros hingegen enorm zulegen und den Umsatz um 45,5 Prozent auf 2,995 Milliarden Franken steigern.

Der konsequente Fokus auf das Kerngeschäft zeigte Wirkung, sagte Zumbrunnen weiter. Der Umsatz der Super- und Verbrauchermärkte wuchs um 7,4 Prozent auf 12,455 Milliarden Franken. Der Konkurrentin Coop gelang unter den gleichen Umständen allerdings ein noch deutlich grösseres Wachstum: Im Lebensmittelhandel wuchs der Umsatz um 14,33 auf 11,95 Milliarden Franken. Im Kerngeschäft ist Coop der langjährigen Nummer 1 also dicht auf den Fersen.