Deutsche Bank soll Abbau von bis zu 20'000 Jobs erwägen 

Es wäre ein regelrechter Kahlschlag: Die grösste deutsche Bank plant laut einem Bericht die Streichung von bis zu 20'000 Stellen. Auch Einschnitte von dieser Härte würden nicht überraschen.

Livio Brandenberg
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Eine Flagge der Deutschen Bank vor deren Gebäude an der New Yorker Wall Street. (Bild: Mark Lennihan/AP, 7. Oktober 2016)

Eine Flagge der Deutschen Bank vor deren Gebäude an der New Yorker Wall Street. (Bild: Mark Lennihan/AP, 7. Oktober 2016)

Das Management der Deutschen Bank erwägt offenbar die Streichung von 15'000 bis 20'000 Stellen. Laut einem Bericht des «Wall Street Journal», der sich auf Insider beruft, diskutiert die Führungsetage momentan über den Kahlschlag. Im Umfeld der Bank werde erwartet, dass die Investmentsparte und das US-Geschäft stark vom Jobabbau betroffen sein werden.

Völlig überraschend kämen Stellenstreichungen bei der Deutschen Bank auch in diesem grossen Ausmass nicht. Vor knapp zwei Wochen schrieb die «Financial Times» die Bank wolle das US-Handelgeschäft verkleinern oder aufgeben. Eine neue «Bad Bank»-Einheit solle dann für den Ausstieg genutzt werden. Und im Mai hatte Vorstandschef Christian Sewing bei der Hauptversammlung angekündigt: «Wir sind zu harten Einschnitten bereit.» Bei der Gelegenheit hatte der Deutsche-Bank-Chef auch gesagt, dass 85 Prozent der Geschäftsbereiche stabil seien, was im Umkehrschluss bedeutet, dass 15 Prozent es nicht sind. Dort werde man, so Sewing damals, «noch einmal genau hinsehen und entsprechend handeln». Medienanfragen zum Bericht beantwortete die Bank am Freitag nicht.

Aktuell (Ende März) zählt die Deutsche Bank gut 91'000 Mitarbeitende. Demnach könnte nun mehr als jeder fünfte Arbeitsplatz gefährdet sein.