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Deutsche Ökonomen rechnen mit schwächerem 2019

Die deutsche Konjunktur verliert Experten zufolge 2019 an Dynamik. Sollte sich an den Rahmenbedingungen nichts grundlegend ändern, werde die Wirtschaft im kommenden Jahr nur noch um 1,5 Prozent wachsen.
Drei Personen sitzen im Wartebereich der Bundesagentur für Arbeit in Stuttgart. (Bild: Larissa Schwedes/Keystone (3. Januar 2018))

Drei Personen sitzen im Wartebereich der Bundesagentur für Arbeit in Stuttgart. (Bild: Larissa Schwedes/Keystone (3. Januar 2018))

Internationale Unsicherheiten trüben die Aussichten für die deutsche Wirtschaft. Experten rechnen für das nächste Jahr noch mit einem Wachstum von 1,5 Prozent. Für 2018 geht man bisher von einem Plus von 1,6 bis 1,8 Prozent aus. Vor allem die von den USA ausgehenden Handelsstreitigkeiten mit China, die Haushaltsplanungen Italiens und der bevorstehende Ausstieg Grossbritanniens aus der Europäischen Union würden die Aussichten für 2019 dämpfen. «Für die Industrie ist das ein Cocktail, der schwer verdaulich ist», sagte DZ-Bank-Volkswirt Michael Holstein.

Eine Rezession sei aber nicht in Sicht, sagt Gregor Eder vom Allianz-Versicherungskonzern. Der Aufschwung bestehe schon seit ein paar Jahren. Man befinde sich in einer reiferen Phase, da seien Dynamikverluste nicht aussergewöhnlich. Der private Konsum werde auch 2019 eine Stütze sein, glauben die Volkswirte. National dürfte nach Monaten der Hängepartie bei der Regierungsbildung 2018 den Experten zufolge das Risiko eines Scheiterns der grossen Koalition etwas abgenommen haben. Dazu trage vor allem die Wahl von Annegret Kramp-­Karrenbauer zur CDU-Parteivorsitzenden bei. Für den Arbeitsmarkt sei keine Trendwende in Sicht. Holstein geht für 2019 im Schnitt von 100'000 Menschen weniger ohne Job aus.

Schlechtere Stimmung in den Chefetagen

Die Unternehmen würden sich in ihrer Beschäftigungspolitik auch nicht mehr so von konjunkturellen Auf und Abs leiten lassen mit Blick auf den Fachkräftemangel, so die Experten. Das Ifo-Geschäftsklima ist jedoch im Dezember zum vierten Mal in Folge gesunken. Die Stimmung in so manchen Chefetagen hat sich ­damit weiter verschlechtert.

Doch auf dem Arbeitsmarkt dürfte das Jahr 2018 den Experten zufolge versöhnlich enden. Sie rechnen für Dezember saisonbedingt mit einer leichten ­Zunahme der Arbeitslosenzahlen um rund 27'000 auf 2,213 Millionen Personen. Das wären etwa 172'000 weniger Jobsucher als vor einem Jahr. Vor allem in Aussenberufen wie im Bau oder in der Landwirtschaft führe die winterliche Witterung zum vorübergehenden Jobabbau. Die offiziellen Arbeitsmarktzahlen will die Bundesagentur für Arbeit am Freitag bekannt geben. (sda)

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