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Die Basler Kantonalbank legt ordentlich zu

Die Basler Kantonalbank (BKB) blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2017 zurück und steigerte die Erträge um +11,2 Prozent.

Stefan Schuppli
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Der Hauptsitz der Basler Kantonalbank an der Aeschenvorstadt.

Der Hauptsitz der Basler Kantonalbank an der Aeschenvorstadt.

Martin Toengi

Der Jahresgewinn des Stammhauses stieg um 26,9 Prozent auf 118,3 Millionen Franken. Der Mitarbeiterbestand nahm leicht auf 797 Positionen zu.

Das waren für die Basler Kantonalbank die wichtigsten Punkte des vergangenen Jahres:

  • Das Hypothekarvolumen legte 6,3% zu.
  • Die Kundengelder und –einlagen nahmen 6,5 Prozent auf 24,6 Milliarden zu (+1,5 Mrd.), wobei verantwortungsbewusste und nachhaltige Geldanlagen auf reges Interesse stiessen.
  • Die Basler Kantonalbank erwirtschaftet im 2017 einen Geschäftsertrag von 411,6 Mio. Franken und übertrifft damit das Vorjahr deutlich um +11,2%.
  • Zum guten Ergebnis hätten alle Ertragskomponenten beigetragen: Der Netto-Erfolg aus dem Zinsengeschäft legte um +1,7 Prozent auf 187,5 Mio. zu, der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft wurde aufgrund des erweiterten Produktangebots um +3,7% auf 69,7 Mio. verbessert. Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft übertrifft mit 91,5 Mio. CHF das Vorjahresergebnis massgeblich (+43,3%) und wiederspiegelt das erhöhte Absicherungsbedürfnis der Kunden.
  • Der Geschäftsaufwand stieg um +3,0 Mio. auf 218,0 Millionen Franken zu (exkl. einmaliger Personalaufwand im Zusammenhang mit der Stärkung der Pensionskasse), wobei sich der Sachaufwand um +3,5% und der Personalaufwand um +4,0% erhöhen.

Nach Abschreibungen, Rückstellungen und Verlusten resultiert ein Geschäftserfolg von 178,2 Mio. Fr. (+21,8%, exkl. einmaliger Personalaufwand im Zusammenhang mit der Stärkung der Pensionskasse). Unter Berücksichtigung der Reservenbildung von 65,9 Mio. wured ein Jahresgewinn von 118,3 Mio. Fr. erzielt. Das entspricht einem Plus von +26,9% gegenüber dem Vorjahr.

Die von der BKB für eine mögliche Busse und die damit zusammenhängenden Verfahrenskosten im US- Steuerfall getätigte Rückstellung von 100 Mio. im Jahresabschluss 2013 entspreche unverändert der aktuellen Risikoeinschätzung. Die Bank geht davon aus, den Fall in diesem Jahr abzuschliessen.

Der Kanton verdient mit

Die Gesamtablieferung an den Kanton Basel-Stadt beträgt 77 Millionen Franken. Auch die Inhaber von BKB- Partizipationsscheinen profitieren bei einer konstanten Dividende (3.10 Fr.) von einer vergleichsweisenhohen Dividendenrendite von 4,3%. Der BKB-Partizipationsschein verzeichnete im 2017 eine Kurssteigerung von +7,6%.

Die hohe Ertragskraft der Basler Kantonalbank ermöglicht eine Stärkung der eigenen Mittel um +153,2 Mio. auf 3,2 Mrd. Franken. Mit einer risikogewichteten Gesamtkapitalquote von 19,5 Prozent sowie einer Leverage Ratio von 10,2 Prozent zähle die BKB zu den am stärksten kapitalisierten Banken überhaupt, heisst es in der Medienmitteilung.

Ausblick auf laufende Jahr

Das Geschäftsumfeld wird im 2018 weiterhin herausfordernd bleiben. Die Basler Kantonalbank sieht sich aufgrund ihrer guten Marktposition und der organisatorischen Ausrichtung gut aufgestellt. Für das laufende Jahr wird ein stabiles operatives Ergebnis erwartet.

In einem anhaltend kompetitiven Umfeld legten das Zinsen- (+4,5%), Kommissions- (+0,4%) und das Handelsgeschäft (+36,7%) zu. Der Geschäftsertrag wird um +7,8% auf 610,5 Mio. gesteigert. Der Konzerngewinn beträgt schliesslich 186,2 Mio. Franken, ein Plus von +35,3 Prozent.

Mit der Strategie 2018 bis 2021 stelle der Konzern BKB die Weichen auf Wachstum und setze sich ambitiöse Ziele. Besonderes Augenmerk legen die beiden Konzernbanken dabei auf die Kundenbeziehung. Zudem sollen die Hauptbank- und Neukundenbeziehungen substantiell ausgebaut werden. Das Stammhaus Basler Kantonalbank und ihre Tochter Bank Cler ergänzten sich bei der Marktbearbeitung ideal: Während dem sich die Basler Kantonalbank als die in der Region Basel verankerte Universalbank mit digitalem Angebot für Privat- und Geschäftskunden verstehe, positioniere sich ihre Tochter Bank Cler als digitale Bank mit schweizweiter physischer Präsenz in den städtischen Gebieten. Neben der Möglichkeit kostenseitige Synergien zu nutzen und die grossen Investitionen – wie beispielsweise in die Digitalisierung – gemeinsam zu stemmen, profitierten beide Banken vom Wissenstransfer.

Innovationskraft stärken

Innovationen kämen sowohl von innen als auch von aussen. Deshalb will die BKB Innovationsfähigkeit in jedem Bereich der Bank fördern und ein „Innovationslabor“ aufbauen. Das Innovationslabor soll ein Freiraum für die Entwicklung von kreativen Ideen sein und als Startpunkt für neue Produkte, Dienstleistungen oder Kooperationen dienen. Die Kunden stehen dabei stets im Zentrum – unabhängig davon, welche Technologien eingesetzt werden.