Die Blockchain für Edelsteine legt los

Die von Gübelin ins Leben gerufene «Provenance Proof Blockchain» soll die Verfolgung aller Schritte eines bestimmten Edelsteins entlang der Lieferkette ermöglichen.

Maurizio Minetti
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Am Donnerstag ist an einer Edelsteinmesse in der US-Stadt Tucson die weltweit erste Blockchain für Farbedelsteine lanciert worden. Die sogenannte «Provenance Proof Blockchain» soll dank der Nutzung einer dezentralisierten Datenbank alle Schritte entlang der Wertschöpfungskette eines Edelsteins erfassen.

Die Technologie soll es ermöglichen, bei allen Arten von Edelsteinen sämtliche Schritte der Lieferkette nachzuverfolgen. Die Registrierung und das Hochladen von Daten können über ein Smartphone erfolgen.

Familie Gübelin trägt die Kosten

Die Branche erhofft sich durch diese Technologie mehr Transparenz, da jede Transaktion und jede Übergabe von der Mine bis zum Endkunden zu einem Eintrag in der Blockchain führt.

Ins Leben gerufen wurde das Projekt vom gemmologischen Labor des Luzerner Schmuck- und Uhrenhändlers Gübelin. Die Systemarchitektur, das Funktionsdesign und die technologische Infrastruktur der Blockchain stammen vom Londoner Technologie-Start-up Everledger. Für die Nutzung der Blockchain-Lösung fallen keinerlei Gebühren an. Sowohl das Beisteuern von als auch das Zugreifen auf Daten ist kostenlos. Die Kosten übernimmt dabei die Familie Gübelin.

Die Blockchain für Edelsteine startet schon bald

Anfang Jahr hat das Gemmologische Labor des Luzerner Schmuck- und Uhrenhändlers Gübelin eine Blockchain für Farbedelsteine angekündigt. Nun ist klar, wann der Startschuss fällt und was die Nutzung kostet.