Eurokrise
Die Frankenstärke liegt dem Bundesrat auf dem Magen

Die Schuldenkrise in Griechenland wird den Euro noch monatelang drücken. Der Spiegel dessen ist die Frankenstärke, über die der Bundesrat an seiner Sitzung von morgen diskutieren wird. Konkrete Beschlüsse wird die Regierung aber kaum fassen.

Christof Forster
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Die Unklarheit über eine mögliche Staatspleite Griechenlands lastet auf dem Euro. Der Kurs zum Franken verharrte knapp über der Marke von 1.20. Key

Die Unklarheit über eine mögliche Staatspleite Griechenlands lastet auf dem Euro. Der Kurs zum Franken verharrte knapp über der Marke von 1.20. Key

Der Euro steht wieder vor entscheidenden Tagen. Sagt das griechische Parlament Ja zum Spar- und Privatisierungspaket, ist der drohende Bankrott vorerst abgewendet. Allerdings ist dies nur ein kleiner Schritt auf einem langwierigen Sanierungsweg.

Die Schuldenkrise in Griechenland wird den Euro noch monatelang drücken. Der Spiegel dessen ist die Frankenstärke, über die der Bundesrat an seiner Sitzung von morgen diskutieren wird. Konkrete Beschlüsse wird die Regierung aber kaum fassen. «Es geht jetzt um die Umsetzung der im Februar beschlossenen Massnahmen», sagt Christophe Hans, der Sprecher des Volkswirtschaftsdepartements. Damals hatte der Bundesrat dem Tourismus zusätzlich 24 Millionen Franken für die Landeswerbung zugesprochen.

Dies geht der SP viel zu wenig weit. Sie fordert vom Bundesrat, dass er die Anbindung an den Euro oder gar die Übernahme der Einheitswährung konkret prüft. Die SVP ist gegen solche Schritte, weil sie viel mehr Nachteile als Gewinne für das Land bringen. «Falls wir uns der Franken-Euro-Parität nähern, ist die Lage neu zu beurteilen», sagt SVP-Generalsekretär Martin Baltisser. Dann seien Negativzinsen wieder ein Thema.